Aktuelle Kurznachrichten

27. Nov. 2016 – 1. Advent

Das Wetter ist perfekt für eine kleine Radtour. Insofern packen wir am Nachmittag mal wieder unsere Sieben Sachen und machen uns auf zum Parque Metropolitano.

img_5579_1Was ist das für ein Baum??

img_5580_1ganz schön stachelig dieser Stamm…

Das ist ein palo borracho. palo borracho bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie „der betrunkene Baum“. Er gehört zu den Malvengewächsen und heißt – laut Wikipedia – Florettseidenbaum. Momentan fällt er besonders ins Auge, da er große Früchte trägt, die – wenn sie aufgeplatzt sind – wie hübsche weiße Wollknäuel am Baum hängen.

img_5586mitten auf der Wiese am Rande des Sees ein einsamer alter VW-Käfer

img_5599Eis-Pause muss sein.

img_5594cooler 1. Advent in Mexiko

24. Nov. 2016 – casa abierta

Heute bin ich Schülerin. Schülerin von Jonathan. Alle Eltern aus Jonathans Klasse sind eingeladen am casa abierta teilzunehmen. In einem 1:1 Austausch mit dem eigenen Kind, sind die Eltern heute mal die Schüler.

Nachdem wir Eltern die Arbeitsregeln von der Klassenlehrerin erklärt bekommen haben und wir alle brav unsere Handy abgegeben haben, holt jedes Kind seine Mutter an der Tür ab und bringt sie zum jeweiligen Arbeitplatz.

Jonathan erzählt mir heute etwas über den Aufbau von Fischen und die Funktionen der unterschiedlichen Körperteile bzw. Organe. Selbstverständlich muss ich mich hinterher einem kleinen Test unterziehen und zeigen, dass ich auch wirklich zugehört habe. Im zweiten Teil unserer Zeit erklärt er mir anhand von Anschauungsmaterial  was „Multiplikation“ ist und welcher Sinn dahinter steckt.

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Nach 40 Minuten ist die Schulstunde vorbei. Die Kinder bedanken sich für unser Kommen und die gute Mitarbeit und bringen uns an der Hand nach draußen. Mit Küsschen – und auch ein wenig stolz – werde ich von Jonathan verabschiedet.

Eine coole Aktion, finde ich! Und nun weiss ich auch was „Kiemen“ und „Schuppen“ auf Spanisch heißt. 😉

14. Nov. 2016

Statt meines üblichen Spanischunterrichts, entführt mich Eva heute auf eine kleine Ranch ausserhalb Leóns und überrascht mich mit einem Exkurs in Kräuterkunde. Ihre Freundin Maite lebt sich hier so richtig aus und wir dürfen Versuchskaninchen spielen. Mit Arnika, Lavendel, Aloe Vera & Co. stellen wir Seifen und diverse homöopathische Muttertinkturen her. Auch wenn ich mir den ein oder anderen Kommentar zur phänomenalen mega-bakteriziden Wirkung diverser Kräuter verkneifen muss,  habe ich viel Spaß 😉 Eine tolle Überraschung zum Wochenanfang!!

img_5337mit Eva auf Expedition ins Land der Kräuter

img_5329Kräuter – Kräuter – Kräuter

img_5334Kräuter – Kräuter – Kräuter

img_5331Maite in ihrem Element

img_5341wahnsinnig lecker diese Tomaten!!

img_5345Aloe Vera „filetiert“ 😉 : einfach portionsweise einfrieren und z.B. als Eiswürfel ins Wasser geben. Super erfrischend und gesund! Wieder was dazugelernt!

9. Nov. 2016

Heute habe ich in der Schule eine Präsentation über Deutschland halten dürfen. In Spanisch versteht sich.  Dankbare Zuhörer waren Kinder der 1. und 2. Klasse. Mit deutschem Landbrot, Laugengebäck und Haribo-Gummibärchen konnte ich die Kinderschar bei Laune halten und über eine Stunde zum Zuhören bewegen. Hat erstaunlich gut geklappt und letztlich richtig Spaß gemacht. Krönender Abschluss war das Vorlesen des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Los músicos de Bremen) der Gebrüder Grimm, wobei Jonathan fleißig mitgelesen hat.

Unsere Tüte Chips für den heutigen Abend haben wir uns redlich verdient 😉

5. Nov. 2016 – Geheimtipp Cuarenta

Mit meiner Freundin Rebecca und ihrer Familie fahren wir nach Cuarenta. Der kleine Ort an einem wunderschönen Stausee gelegen liegt nur etwa 40 Autominuten von uns entfernt und ist ein wahrer Geheimtipp.  Wir verbringen einen entspannten Nachmittag zusammen und kommen am Abend rundherum erholt wieder nach Hause! WLAN oder Handyempfang gibt es dort nämlich nicht 😉

img_6282Rebecca und ich genießen das Faullenzen

img_6284„Männerglück“ 😉

img_6288vom Wasser aus erkunden wir die Umgebung

img_6295Mit dem Boot sausen wir über den See

img_6320Wochenend-Erholung pur!

 

 

Freitag, 4. Nov. – überraschender WE-Besuch

Beim Abholen von der Schule wird mir „Rojo“ in die Hände gedrückt. Noah muss seine kleinen Schulfreund übers WE pflegen. Ob das gut geht?

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2. Nov. 2016 – Dia de Muertos

Zur Feier des Tages und passend zum heutigen Thema gehe ich am Abend mit meinen beiden Freundinnen Rebecca und Delphine zu einer besonderen Show in einer besonderen Location (Palenque).

catrina-de-la-salle

Die Universität veranstaltet jährlich am Dia de Muertos eine eine Art „Modenshow“, in der 10 Catrinas von 10 verschiedenen Künstlern inszeniert werden. Die Darbietungen werden gekürt und man erlebt Kunst auf mehreren Ebenen. Die einzelnen Catrinas werden in Bezug auf Präsentation, Kostümdesign, Schuhgestaltung (wir befinden uns hier in León ja in DER Schuh- und Lederstadt!!), fotographische Darstellbarkeit, etc. bewertet und ausgezeichnet.

Wir „Mädels“ sind begeistert. Ein wirklich besonderer Abend an einem besonderen Tag!

Gesamtsiegerin wird übrigens Catrina Nr. 3 – auch meine absolute Favouritin!

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Spannende Momente vor der Preisverleihung!

 

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Das ist meine Freundin Maca. Sie hat sich neulich für mich – ganz kurzentschlossen- als Catrina geschminkt 😉 Auch einen Preis wert, oder?? 🙂

 

 

22. Okt. 2016

Heute feiern wir den Geburtstag von Lars. Runde 40. Mit Cowboy-Outfit geht’s in den Wilden Westen. Ein rauschendes Fest!

img_5015Das Geburtstagskind im Kreise seiner Familie

img_5018Die Party kann beginnen.

img_5017ich mache den 3. Platz im Apple Pie Contest

img_5019auch der kleine Luis ist bereits großer Fan des Bullenreitens

img_5023die legendäre Band darf auch im Wilden Westen ihre Songs zum Besten geben.

21. Okt. 2016

19:45h Krankenhaus St. Angeles León Gto. Mexico.

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Endlich – der ist Gips ab. Jonathan ist glücklich! Aber weiterhin 2 Wochen Sportverbot. “ Eine Strafe“ wie Jonathan betont.

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16. Okt. 2016

Wir machen einen kleinen Sonntagsausflug nach Lagos de Moreno. Die Kleinstadt liegt etwa eine halbe Stunde von León entfernt und begeistert mich durch ihre ruhige, entspannte Atmosphäre gepaart mit ein paar hübschen alten Gebäuden und freundlichen Menschen.

img_4872La parroquia de Nuestra Señora de La Asunción

img_4899Abstecher zur Hacienda Sepúlveda

img_4871Wow – was für eine Riesenpinata!!!

 

14.-15. Okt. 2016

Auftanken bei der Frauenkonferenz in unserer Kirchengemeinde. www.arboldevidaleon.com

Frei unter dem Motto „victoriosa“ (siegreich) ist viel Zeit für Lobpreis und Gebet. Wertvollen Input und auferbauende Worte für den Alltag gibt’s gratis dazu 😉 Da freut sich das Frauenherz!

img_4859bei toller Musik wird lauthals gesungen und später sogar getanzt. Die Stimmung ist super!

img_4856stärkende Worte für das starke Geschlecht 😉

13. Okt. 2016

Beim Kindergeburtstag haben sich die Gastgeber mal wieder nicht lumpen lassen. Ein lebensechter T-Rex hat die Party aufgemischt. Während das 5-jährige Geburtstagskind glücklich seinen neuen Freund bestaunte, heulten die kleinen Gäste reihenweise. Auch Noah ist nicht mehr von meiner Seite gewichen. Kein Wunder bei den gruseligen Geräuschen und der Größe dieses Urtieres… Einen weiteren Kommentar erspare ich mir.

img_4839die Kinder warten gespannt auf die „Überraschung“

img_4842das Geburtstagskind wird begrüßt

img_4846Der Dino jagt die Kinder

 

 

13. Okt. 2016

Läusealarm im Hause Schwanke! Es gibt für alles ein erstes Mal.

Nach einer landesüblichen, etwas dubiosen Entlausungsprozedur in einer der vielen „clinica de piojos“ sind Jonathan und Noah wieder befreit von den lästigen Viechern. Ein Nachmittag voller neuer Erfahrungen…

img_4802Noah erträgt geduldig die Behandlung.

img_4800-2Jonathan nach der Behandlung… Sein Gesicht spricht Bände…

 

2. Okt. 2016

Jonathan hat einen Bänderanriss am Knöchel. 3 Wochen Gips. Er hält sich tapfer. Fußball ist ein gefährlicher Sport.

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29. Sept. 2016

Seit heute sind Jonathan und Noah offizielle Mitglieder im Fußballverein! Nun wird 2x /Woche trainiert und samstags an Punktspielen teilgenommen. Zur Freude der stolzen Mama 😉

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Festival del Globo

18.-21. Nov. 2016

Dieses WE findet das wichtigste Ereignis des Jahres statt! Das Festival Internacional del Globo in León. Seit 2002 gibt es dieses Festival und mit jedem Jahr ist es ein Stückchen größer und professioneller geworden.

So kommt es, dass in diesem Jahr täglich 200 Heißluftballons im Parque Metropolitano in die Höhe steigen und ein wunderbares Bild abgeben.

Eingerahmt wird das ganze Spektakel durch unzählige Veranstaltungen, wie Konzerte und Tanzvorstellungen , abendliche Illuminationen und ….Verkehrschaos! (denn die Brückenbauarbeiten direkt vor dem Eingang des Parque Metropolitanos lassen sich nicht wegbeamen. Insofern trifft Großbaustelle auf Großveranstaltung – eine, sagen wir mal, „ungünstige“ Kombination! Zumal wir uns in Mexiko befinden, wo das Autofahren sowieso einen sehr individuellen Charakter hat… 😉 )

Aber wie dem auch sei – wir wollen uns den Spaß nicht entgehen lassen und planen ein Wochenende im Sinne der Heißluftballons.

Bereits Freitag morgen auf dem Weg zur Schule bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Die ersten Ballons lassen sich am Himmel blicken und schweben quasi über uns und die Schule hinweg. Noah und Jonathan sind begeistert.

Insofern sind wir motiviert für Samstag morgen und planen das Aufstehen um 6h. Laut Programm werden die Ballons ab 6:30h klargemacht und man kann damit rechnen, dass sie ab 7h nach und nach abheben. Mit meiner Freundin Adalia und ihrem Sohn Matias sind wir dementsprechend zwischen 7:00h und 7:15h verabredet, um uns den Spaß anzuschauen.

Guter Plan!

Nun zur Realität:

Samstag 6:50 h :

Jonathan kommt aufgeregt ins Schlafzimmer „Mama, Mama, wir haben verschlafen! Mein Wecker hat nicht geklingelt!“ Ich sehe Tränen in seinen Augen. „Gaaaaanz ruhig, wir schaffen das!“ Aber auch ich wundere mich. Es wird schon langsam hell – ein Anzeichen dafür, dass Jonathan Recht haben könnte. Ich blicke auf mein Handy. Komisch, auch mein Wecker hat nicht geklingelt…

???

Keine Zeit zum Nachdenken.

Rapp – zapp wecken wir Noah, schmeissen uns in unsere Klamotten, Zähne putzen lassen wir heute mal ausfallen, gefrühstückt wird im Auto. Trockenes Toast, Banane und Wasser. Das muss reichen.

Um 7:25h sind wir am vereinbarten Ort. Puh, noch kein Ballon zu sehen. Die Kinder sind happy – nix verpasst! Aber irgendwie seltsam, dass noch kein Ballon am Himmel schwebt…

img_0407_1Noch kein Ballon in Sicht!

img_0412_1Adalia, Misato und ich warten gespannt, dass es endlich losgeht, während unsere Jungs vergnügt spielen.

Die Stimmung ist fröhlich. Alle warten gespannt darauf, dass die ersten Heißluftballons emporsteigen. In dicke Decken oder Winterjacken eingemummelt und mit Heißgetränken ausgestattet unterhält sich jeder mit jedem.

img_0414_1Jonathan und Noah mit ihren Freunden Matias und Yugo

Die Sonne ist bereits aufgegangen… als um 8:30h eine Dame die offizielle, traurige Botschaft verkündet: Keine Ballons heute! Der Wind ist zu stark und macht den Start zu gefährlich!

Das gab es noch nie in der Geschichte dieses Festivals! Aber verstehen können diese Entscheidung alle.

Auch wenn die Enttäuschung groß ist, lassen wir uns die Laune nicht verderben. Wir packen unsere sieben Sachen und gehen spontan mit Adalia und Matias frühstücken.

Morgen ist ein neuer Tag. Hoffentlich ohne Wind und mit funktionierendem Wecker… 😃

Sonntag, 6:00h:

Der Wecker klingelt. Aufstehen – waschen – anziehen – Zähne putzen – frühstücken – Kaffee für die Mama – ab ins Auto .

7:00h Gran JardinColibri Plaza. Da! Ganz entspannt.

Ein toller Tag. Es ist klar. Die Sonne geht auf und kurze Zeit später sehen wir die ersten Heißluftballons in den Himmel steigen. Eine unglaubliche Stimmung!

img_0422_1endlich – es geht los!

img_0436_1tolle morgendliche Stimmung

img_0441_1auch Jonathan ist begeistert

img_0444Ich bin hin und weg!

img_0457Eva kommt spontan vorbei

Selbst als die Ballons schon nicht mehr zu sehen sind, herrscht noch eine ruhige Stimmung und wir genießen die Morgensonne und den Blick auf den Parque Metropolitano. Spontan lädt Eva uns zum Frühstück ein. Da können Jonathan, Noah und ich natürlich nicht „nein“ sagen. Wo Papa Schwanke doch leider immer noch auf Dienstreise ist….

Und so gehen wir zusammen zu Eva, lassen uns Brot mit Marmelade, Müsli und Kaffee schmecken. Aber so sehr wir uns bemühen ihre Jungs aus den Betten zu schmeissen – das gelingt uns nicht. 😉

Wie sehr freue ich mich auf pubertierende Kinder, die – so wie ich – gerne laaaaaaaaaange schlafen! Aber das nur nebenbei. 😁

 

Zählen auf Mexikanisch

Oft sind es die Kleinigkeiten, die in Mexiko anders sind als in Deutschland!

Wenn ich im Restaurant 3 Getränke bestelle, brauche ich gar nicht erst den Mund aufzumachen, um mich als Deutsche zu erkennen zu geben. Das geht auch mit den Händen – ganz von allein – ohne dass man es merkt… (ganz abgesehen davon, dass ich als Blondine eh nicht als Mexikanerin durchgehe 😉 )

Seht Ihr den Unterschied?

img_5406Eins

img_5407Zwei

img_5409-2Drei

img_5411Vier

img_5414Fünf („Maaaamaaaa, wie blöd – da ist doch gar kein Unterschied!!“)

img_5415Sechs

img_5417Sieben

img_5418Acht

 

Und wer ist hier der Mexikaner?

Día de Muertos

2. Nov. 2016

Heute feiert ganz Mexiko den Día de Muertos – den Tag der Toten. Was zunächst traurig klingt ist super fröhlich und voller Hingabe.

Der Umgang mit dem Tod ist in Mexiko einfach anders. Mit kreativen, liebevoll geschmückten Altären und fröhlich bunten Festivitäten gedenken die Menschen den verstorbenen Verwandten, Freunden und liebgewonnen Menschen.

mercadito_3Im Zentrum Leóns gibt es spezial für den Dia de Muertos einen kleinen Markt, auf dem man handgemachte Süßigkeiten aus Zuckerguss kaufen kann.

mercadito_2Hier seht Ihr eine Auswahl an kunstvoll hergestellten Figuren, Obst- und Gemüsesorten aus Zuckerguss zum Schlemmern.

mercadito_1Eine wahre Augenweide. Immer wieder entdeckt man Neues. Und alles handgefertigt.

mercadito_altarUnd auch ein Altar wird bereits hergerichtet auf dem kleinen Marktplatz.

 

Die Altäre werden bereits einen Tag VOR dem Día de Muertos fertiggestellt. Das ist wichtig, weil der Brauch sagt, dass die Toten in der Nacht kommen und die Köstlichkeiten verspeisen… Der Gedanke ist in meinen Augen ein bisschen gruselig, aber wenn man mit Mexikanern darüber spricht, werden sie ganz sentimental und haben vor Freude die Tränen in den Augen. So jedenfalls meine Erfahrung.

Insofern empfinde ich die Stimmung als total positiv, voller Zuversicht und Liebe für die verlorenen Menschen. Die Gestaltung der Altäre ist keine Farce. In der Regel macht sich die ganze Familie Gedanken darüber, was der Mensch, dem man den Altar widmet, gerne mochte, getan hat und was ihn ausgemacht hat. Dementsprechend wird ein schönes Foto der Person auf den Altar gestellt dann alles hergerichtet. Ganz persönlich und in den eigenen vier Wänden. Wenn Onkel Siggi zum Beispiel gerne handwerklich aktiv war und fleißig im Haus gearbeitet hat, so schmückt man den Altar z.B. mit einer Bohrmaschine, Nägeln und Schrauben. Hat er gerne ein bestimmtes Bier oder Cola getrunken, so stellt man symbolisch eine Flasche davon auf den Altar. Die Würstchen mit Senf natürlich auch…😉 Hat der Tote gerne Musik gemacht, so kann man die Liederzettel seiner liebsten Songs oder ein bestimmtes Instrument darbringen… Der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Aber was auf keinen Fall fehlen darf sind die Blumen – vorzugsweise Cempasuchil (Studentenblumen) in orange und gelb….

img_5147Diesen Altar haben Schüler und Lehrer in der Schule gestaltet. Er wurde dem bekannten mexikanischen Sänger Juan Gabriel gewidmet. Seht Ihr die Deko? Die echte E-Gitarre hinten rechts hat Jonathan besonders beeindruckt! 😉

humane_2Die Klaviatur wurde aus Reis und schwarzen Bohnen gelegt. Die Instrumente aus Linsen und Bohnen… Das Orangene sind Blüten der Studentenblume…

Auch wenn der Brauch heidnischen Ursprung hat – ich finde ihn toll! Ich finde es einfach schön, dass die Menschen sich so viele Gedanken machen, sich so viel Mühe machen und Zeit nehmen an einen geliebten Menschen zu denken. Und das mit Freude!

walmartDieser Altar wurde bei Walmart (Supermarkt) einer verstorbenen Mitarbeiterin gewidmet. Er steht in mitten der Obst- und Gemüse-Abteilung.

Wer wünscht sich das nicht für sich selbst? Wie cool ist der Gedanke, dass sich nach meinem Tod noch Menschen an mich erinnern, ’ne Party für mich machen und über mich mit meinen Ecken und Kanten, meinen Vorlieben und seltsamen Gewohnheiten sprechen…. Findet Ihr nicht?

 

 

Honores a la Bandera de Mexico

17. Oktober 2016

Heute ist für uns ein besonderer Tag. Noahs Kindergartengruppe ist an der Reihe die „Honores a la Bandera“ zu gestalten. Eine Ehre!

Schon seit 2 Wochen bereiten sich die Kinder auf dieses Ereignis vor.

Die „Honores a la Bandera“ findet in der Schule etwa alle 3 Wochen – immer montags – statt. Zu dieser Feierlichkeit kommen alle Klassen der Schule zusammen, es wird die Nationalhymne gesungen, die mexikanische Flagge getragen und das Land geehrt. Zunächst etwas befremdlich für unsereins. Wo wir Deutschen doch ein etwas gestörtes Verhältnis zum Nationalstolz haben. Ich jedenfalls. Das wird mir immer wieder bewusst.

Hier hingegen ist man stolz auf sein Land. Mexiko und seine Unabhängigkeit werden gefeiert und es wird Flagge gezeigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist authentisch und gefällt mir irgendwie.

Für diesen Montag haben einige Kinder Plakate gestaltet, andere fleißig marschieren geübt und alle zusammen einen Tanz einstudiert. Die geladene Elternschaft ist begeistert! Wir natürlich auch! Seht selbst:

img_6140 Die „Eskorte“ marschiert und trägt die Flagge. Es wird die mex. Nationalhymne gesungen.

img_6146Die wichtigsten Tage des kommenden Monats werden von den Kindern präsentiert. Noah spricht stolz ins Mikrophon.

img_4916Noah zeigt sein selbstgebasteltes Plakat. Mama „durfte“ beim Basteln helfen 😉

img_6163Mit dem Überraschungstanz begeistern die Kleinen alle Anwesenden. Die Stimmung ist super! Hinterher wollen alle eine Zugabe!

img_4903Geschafft! Die Kinder sind glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Fröhliche Stimmung bei Erziehern und Kindern.

San Miguel de Allende

23.-24. Sept. 2016

Wir fahren nach San Miguel de Allende! Jippi!

Eine der häufigst gestellten Fragen, die ich bekomme, ist : Wart ihr schon in San Miguel? Bislang musste ich das immer verneinen. Aber heute ist es endlich soweit.

Jonathan und Noah dürfen eine Nacht bei ihren Freunden Paola und Luis schlafen und wir fahren das erste Mal – seit wir hier in Mexiko leben – alleine weg. Aufregend!

Unsere Freunde Sissi und José Luis holen uns (fast 😉 ) pünktlich um 16:30h ab. Gut gelaunt und voller Tatendrang  geht’s gemeinsam los.

San Miguel de Allende liegt etwa 2 Autostunden von León entfernt und ist DIE Touristenhochburg in der Umgebung. Sie trägt den Titel Weltkulturerbe und zählt zu den „Magischen Orten“ in Mexiko. Viele Amerikaner haben sich dort niedergelassen, kommen zum Heiraten oder für ein verlängertes WE vorbei.

img_6003Parroquia de San Miguel Arcángel

img_4453Der „Plaza Mayor“ befindet sich direkt gegenüber der Kathedrale

Das Städtchen ist nicht groß, dafür um so schöner. Die alten Häuser sind geschmackvoll hergerichtet und man befindet sich in einem reizvollen Spannungsfeld zwischen typisch mexikanischem Handwerk und hochwertiger Kunst. Hinter den alten Fassaden verbergen sich viele Überraschungen.

Tolle Cafés, schöne Restaurants, Gallerien, stilvolle Boutiquen und Geschäfte mit Nippes bieten eine große Abwechslung. Wer sich für Interiör-Design interessiert, kommt hier auf jeden Fall voll auf seine Kosten.

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img_4492typisch mexikanisch Essen

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Mit Sissi und José Miguel verbringen wir eine entspannte, super schöne Zeit. In ihnen haben wir tatsächlich richtig gute Freunde gefunden. Das hat sich hier nochmal bestätigt und freut uns natürlich sehr.

img_4474Männergespräche

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Pläne für weitere gemeinsame Unternehmungen – mit und ohne Kinder – haben wir bereits geschmiedet! Lasst Euch überraschen! Ich werde bestimmt davon berichten.

Oktoberfest in León

25.09.2016

Heute gehen wir zum Oktoberfest.

Was ich in Deutschland bislang erfolgreich vermieden habe, wird hier nichtig.

Ich freue mich sogar auf das Ereignis. Um nicht zu sagen, ich war die Initiatorin zu diesem Event!!! Wahrscheinlich ist es unbewusst die Sehnsucht nach Heimat 😉 (obwohl ich mich im Süden Deutschlands eigentlich nie heimatlich gefühlt habe. Naja.)

Wie auch immer, pünktlich um 14:30h stehen wir am Eingang zum „Festzelt“ und werden schon freudig von unseren Freunden erwartet. Während Jonathan und Noah gleich abdampfen zum Fußballspielen, testen wir erstmal das zünftige deutsche Essen und sind begeistert. Meine Wurst schmeckt super und die Haxe von Frank ist ein Gedicht! Und auch das Sauerkraut übertrifft das ein oder andere Kraut, dass ich in Deutschland vor die Nase gesetzt bekommen habe. Richtig lecker!

IMG_4517Frank glücklich!

IMG_4521Noah satt!

Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch wenn das Bier nicht in Maßkrügen serviert wird, schmeckt es herrlich und die Stimmung ist gut. Wir lernen viele nette – und ein paar komische 😉 – Menschen aus Deutschland, Österreich und Mexiko kennen.

IMG_4514Leckereien vom deutschen Bäcker gibt’s  natürlich auch! Mmmmh!

Zwar ist es irgendwie seltsam zu sehen, wie Mexikaner und Japaner zu „Es steht ein Pferd auch dem Flur“ in einer Polonese durchs Festzelt ziehen und hinterher noch „Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse“ krakelen, aber – so what ? – ist doch authentisch. Ich glaube, in München ist das auch nicht anders, oder? Die Freude steht jedenfalls allen ins Gesicht geschrieben und eine heiße Mexikanerin im Dirndl sieht man auch nicht alle Tage 😃

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Und interessanterweise sind doch viele der Leute tatsächlich schon mal in München auf dem Oktoberfest gewesen oder haben anderweitig irgendeinen Bezug zu Deutschland… Das finde ich sehr spannend!

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Aus den ursprünglich geplanten 2 Stündchen werden ein paar mehr, bis wir quasi fast als Letzte aus dem Zelt gefegt werden…

Ein gelungener Sonntag! Das findet auch mein Mann 😊

 

 

 

Führerschein – im Schnellverfahren

Obwohl in Mexiko die 0-Promille-Grenze gilt, fahren erstaunlich viele Leute mit (reichlich) Alkohol im Blut Auto. Zumindest hier in León. Wie kommt das? – frage ich mich.

Klar, Du musst eigentlich nicht befürchten Radfahrer oder Fußgänger umzunieten. Die gibt es ja quasi nicht (zumindest nicht am Abend bzw. in der Nacht). Insofern geht keine große Gefahr von Dir aus, wenn Du angetrunken am Steuer sitzt…

„Aber was ist mit dem Führerschein, wenn Du erwischt wirst?“, frage ich die Leute.

„Na, dann kaufst Du Dir eben ’nen Neuen!“, ist die Antwort.

??? Häääh?

Was ich zunächst für einen Scherz gehalten habe, ist wahr. Hier kann man sich den Führerschein kaufen. Praktische Fahrstunden oder gar eine Fahrprüfung gibt es nicht. Es reicht vollkommen aus zur entsprechenden Behörde zu gehen, einen kleinen „Pseudo-Test“ mit ein paar Fragen zu den -nicht zu beachtenden 😉 – Verkehrsregeln zu machen, Geld auf den Tisch zu legen und schwupps hat man seinen Führerschein. Praktisch, oder?

In der Vergangenheit gab es wohl auch mal eine klassische Führerscheinprüfung mit praktischem Teil. Da wurde so viel bestochen, dass man sich gesagt hat: „Wir wollen keine Korruption mehr.“

Lieber kaufen. Und soooo schwer kann das Autofahren ja nicht sein….🤕

 

 

 

Zahnspangen-Wahn(sinn)

Ob Ihr es glaubt oder nicht, hier blitzen Euch von allen Seiten feste Zahnspangen entgegen. Man könnte fast glauben, die Dinger wären gerade erfunden worden. Was meinen Bruder in seiner Pubertät Unmengen Nerven gekostet hat, scheint hier total Hip und in Mode zu sein. Während Nils es gar nicht erwarten konnte, das Ding endlich los zu werden und ich glücklich war, um dieses Laster herumzukommen, scheinen hier Zahnspangen fast eine Sache des Prestiges zu sein. Denn nicht nur Teenies tragen die Metal- oder Kunststoffplättchen stolz auf ihren Zähnen – nein, ganz im Gegenteil – auffallend viele Erwachsene, Männlein wie Weiblein, ob 30 oder 50, sind es, die sich ihre Zähne richten lassen. Dazu muss man sagen, dass für Mexikaner ein gepflegtes Äußeres sowieso von großer Bedeutung ist.

Ob im Supermarkt, in der Musikschule, in der Bank, der Gemeinde oder beim Metzger – überall lachen mir Zahnspangen besetzte Zähne entgegen. Irgendwie befremdlich, finde ich. Nicht, dass Ihr mich falsch versteht! Ich finde schöne und gepflegte Zähne wichtig und lege selber auch viel Wert darauf – das Problem für mich ist nur, dass ich bereits aus 100 Meter Entfernung sehen kann, wer eine Zahnspange getragen hat und wer nicht. Ich vermute ja, dass es hier eine Norm für die Zahnstellung nach Zahnspangen-Tragen gibt. 🤔 Diese Norm entspricht wahrscheinlich der Norm für 3. Zähne aus den 80er Jahren und wurde mal eben abgekupfert. Die Zähne stehen so gerade nebeneinander, dass sie mich schwerstens an das Gebiss meines Opas Jupp erinnern… 😉 Häufig sind sie dann auch noch gebleecht …

Klar – ist alles Geschmackssache, aber mir persönlich gefällt das gar nicht. Jedwede Individualität geht verloren.

Wie komisch wäre es, wenn mein Papa nicht diesen Schneidezahn mit der kleinen abgebrochenen Ecke hätte? Ich finde, das macht sein Lachen besonders.

Oder könnt Ihr Euch Madonna ohne Zahnlücke vorstellen?

 

Sayulita – Urlaub

10.-17. September

Wir nutzen die Gunst der Stunde für einen kleinen aber feinen Familienurlaub. Der 16. September ist mexikanischer Unabhängigkeitstag und insofern Feiertag. Da Franks Terminkalender keine Dienstreise oder besondere Besucher im Werk verzeichnet, können wir diese Woche Urlaub machen. Auch die Schule hat der Abwesenheit der Kinder zugesagt und uns schöne Ferien gewünscht. 😀

Die haben wir!

Unser Ziel: Sayulita. Der kleine Hippi-Ort am Pazifik hat es uns schon im Juli bei einem Tagestrip angetan.  Jetzt verbringen wir eine Woche in einem kleinen Ferienappartment in typisch mexikanischem Stil am Hang von Sayulita und fühlen uns pudelwohl.

Wir können alles zu Fuß machen. Ein Luxus, den wir – seit wir in León leben – besonders zu schätzen wissen.

Der Strand liegt direkt vor der Tür, wir gehen 5 min ins Dorf und finden neben vielen kleinen Restaurants unzählige Läden mit Kunsthandwerk und handgemachten Klamotten.

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Ganz individuelle Geschäfte mit Nippes, Verrücktem, Einmaligem und wunderschönem „Zeug“. Eine Augenweide für mich, wo ich doch in León hauptsächlich in großen „Malls“ einkaufen muss. Eine „Altstadt“ gibt es dort in dem Sinne nicht.

Da wir ja im Juli bereits so viel Spaß beim gemeinsamen Schnorcheln hatten, nutzen wir auch diesmal die Gelegenheit zu einem Bootstrip mit Schorchelmöglichkeit. Diesmal in Kombination mit Angeln und Speer-Fishing.

Der Trip ist ein voller Erfolg – auch wenn es zu Beginn ganz anders aussieht. Als wir pünktlich um 8:30h am Strand stehen, muss das Boot erst noch „sauber und startklar“ gemacht werden.

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Die üblichen mexikanischen 10 min dauern eine Dreiviertelstunde. Eigentlich kennen wir das ja schon und trotzdem frage ich mich, warum wir uns morgens beim Frühstück so beeilt haben…🤔 deutsch bleibt scheinbar irgendwie deutsch 😉 . Aber unsere Guides sind nett und fröhlich und so genießen wir einfach die morgendlich ruhige Stimmung am Strand und beobachten die vielen Pelikane, die um uns herum geschickt auf Fischfang sind.

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Dann machen wir es den Pelikanen nach und fangen erstmal unsere Köder fürs spätere Angeln. Mit einem großen Netz bewaffnet beobachten wir, wo die Pelikane ihre Beute erjagen und werfen dann das Netz genau dort aus.

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Nach ein paar gescheiterten Versuchen sind wir erfolgreich! Nun kann es endlich richtig losgehen.

IMG_4190Jede Menge Sardinen im Netz!

IMG_4216Jonathan darf am Ruder sitzen. Das ist cool.

IMG_4221Mama fängt den ersten dicken Brocken – eine Goldmakrele

IMG_4209Dann ist auch Jonathan erfolgreich – gleich 2 Red Snapper beißen nacheinander an

IMG_4205Aber glitschig sind die Fische schon…

IMG_4223Noah ist auch ganz begeistert. Aber für ihn ist das Schnorcheln das Highlight der Tour.

Zwei Red Snapper (Jonathan), eine Goldmakrele (Dorte)  und eine Stachelmakrele (Frank) nehmen wir mit nach Hause. Die restliche Fische dienen als Mittagessen für die Familien unserer Guides. Alle sind glücklich…

… und werden satt!

IMG_4230der stolze Angler präsentiert seine Fischfilets

IMG_4219Die Köche

IMG_4218mmmmh – lecker!

Die restlichen Tage verbringen wir faul am Strand. Wir schwimmen, schnorcheln, tauchen und versuchen uns im Stand-Up-Paddeling.

IMG_4277liegt direkt neben einem alten Friedhof…

IMG_4279…und gefällt uns super!

IMG_4293UNO-Spielen macht auch Spaß am Strand

FullSizeRender (4)Dieses Bild hat Jonathan selbst bearbeitet!

IMG_4296Auch für Nahrung ist gesorgt. Frank puhlt die frisch gegrillten Garnelen.

IMG_4342SUP klappt erstaunlich gut und macht Spaß!

Was will man mehr?

 

Fazit:

IMG_4341happy!