Ostern in Mexiko City

13.-18. April 2017

Nun leben wir schon seit über einem Jahr in Mexiko und ich kenne von Mexiko City bislang nur den Flughafen. Das kann nicht angehen! Das muss sich ändern.

So wagen wir uns über die Ostertage in die große weite Welt. Spontan haben sich uns unsere Freunde Sissi und José Luis mit ihren 3 Jungs Pablo, Esteban und Javier angeschlossen. Das finden wir natürlich super. Die beiden kennen Mexiko City sehr gut und zeigen uns daher die Stadt mit „anderen Augen“. Und so kommen auch die Kinder voll auf ihre Kosten.

img_0457-2mit einem gemeinsamen Frühstück starten wir in den Tag

Vom Besteigen der Sonnenpyramide in Teotihuacan, über den Besuch des Kindermuseums Papalote bis hin zur Erkundigung hipper Stadtteile wie Condesa und Coyoacan lernen wir die vielen verschiedenen Facetten der Hauptstadt kennen.

img_0319die „piramide de sol“ in Teotihuacan ist die drittgrößte Pyramide der Welt und darf noch von Touristen bestiegen werden.

img_0345Blick von halber Höhe herab auf die Menschenmassen. Waaaaahnsinn!  – Aber das Warten lohnt sich! Oben hat man eine gigantische Aussicht.

img_0370-2Im Castillo de Chapultepec erleben wir am Abend eine bunte traditionell mexikanische Tanzaufführung. Das finden sogar die Kinder super und schauen gebannt zu!

img_0376Tanz zur Unabhängigkeit Mexikos. Inmitten dieser Kulisse grandios!

img_0394In der Kinderwelt KidZania wird fleißig gearbeitet und gelernt. Noah und Javier stellen ihren eigenen Chips her. Mmmmh. Lecker!

img_0402Und auch die Herstellung klassisch mexikanischer Tortillas will gelernt sein.

img_0605Während Noah Kekse, Chips und Tortillas herstellt, verdient sich Jonathan sein Geld (Kizzos)  mit diversen anderen Jobs, z.B. Pakete austragen.

Allen Erwachsene-Diskussionen zum Trotz, die Kinder sind begeistert von dieser kleinen, für sie gemachten Welt. Sein wie ein Erwachsener und auch so behandelt zu werden finden sie toll!

img_0565Ein Bummel durch Coyoacan…

img_0459…. gekoppelt mit einem Besuch im nahe gelegenen Jump In.  Noah im Kletterseilparkur.

img_0511Hier gibt es nicht nur Trampoline sondern auch viele verschiedene Klettermöglichkeiten für alle Altersgruppen. Pablo zeigt Noah wie’s geht.

Oh Schreck, beim Essen im Restaurant ist plötzlich der Ehering von José Luis verschwunden. Eben noch kullerte er auf der Erde und nun ist er nicht mehr aufzutreiben. Was für eine Aufregung! Während sämtliche Kinder und Männer unter den Tischen rumkrabbeln und suchen, lassen Sissi und ich uns die Margaritas schmecken. 😉 Schließlich entdeckt Frank den Ring zwischen zwei Holzdielen. Er ist tief unten und scheinbar nicht zu kriegen. Doch dank innovativer Techniken und viel Geduld, kann er den Ring retten. Der Grundstein für eine tiefe Männerfreundschaft ist gelegt  ;-))

img_0539Erleichterung bei José Luis! Ring gerettet! Das muss mit einem Bierchen gefeiert werden.

 

img_0288Unser Hotel liegt schön zentral – direkt am „Angel“

img_0579Im Kindermuseum Papalote können Kinder ganz aktiv ihre Ideen einbringen. Und auch Mama und Papa lernen noch dazu 😉 

img_0581Mit Druckluft düst Jonathans selbstgebaute Papierrakete in die Lüfte.

 

Fazit: Wir müssen unbedingt wieder kommen – und zwar nicht nur einmal. Es gibt noch viel für uns zu entdecken! (Vielleicht ja auch mal ohne Kinder ;-))

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Aktuelle Kurznachrichten

21. April – Vertrag unterschrieben

Hurra – seit heute bin ich offizielle Deutschlehrerin in Dialecta! Dialecta ist kulturelles Zentrum und Sprachschule hier León. Nachdem ich in den letzten Monaten dort wieder fleißig die Schulbank gedrückt habe, habe ich vor 2 Wochen meine Prüfung bzw. meine Demostunde zur Sprachlehrerin erfolgreich absolviert. Nun darf ich aktiv werden und hoffentlich willigen Schülern Deutsch beibringen. Ich bin gespannt. Neuland kommt auf mich zu. Es wird also nicht langweilig! 😉

8.-9. April – Entspannung pur in Cuarenta

Dieses Wochenende verbringen wir mal wieder in Cuarenta. Cuarenta bedeutet 40 und ist sowohl Namensträger des kleinen Örtchens etwa 40 Autominuten von León entfernt , als auch der des schönen Stausees direkt daneben. Dieses WE bleiben das erste mal über Nacht. Eine einfache, aber hübsch gestaltete Hütte am Hang mit tollem Blick auf den See dient uns als Unterkunft. Statt Internet und Telefonempfang gibt’s Bootsfahrten, Tacos, und Lagerfeuer. Entspannung pur. Genau das Richtige nach einer fast 3-wöchigen Dienstreise von Frank.

img_0068meine Freundin Rebeca (ganz links) und ihre Familie sind wieder mit von der Partie. Durch sie haben wir dieses schöne Fleckchen Erde kennengelernt.

img_0194Kinderfreuden !

img_0138glücklich vereint nach 3 Wochen Dienstreise 🙂

1.-2. April 2017 – ein schönes, volles Wochenende

Da Frank sich immernoch seine Zeit auf Dienstreise vertreibt 😉 müssen wir uns unser Wochenende hier alleine schön machen. Wie gut, dass wir mittlerweile gut verankert sind und keine Langeweile aufkommt.

Jonathan hat diesmal das große Los gezogen. Die Eltern seinen Freundes Alberto haben ihn eingeladen das WE mit der Familie auf ihrer Ranch zu verbringen. Er ist begeistert. Ab Samstag Mittag ward er nicht mehr gesehen. Sonntag abend um 20:30h bekomme ich ein strahlend glückliches Kind nach Hause gebracht. Angeln, Schwimmen, Lagerfeuer… Natur pur. Da lacht das Jungenherz.

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Aber auch Noah und ich haben Tolles vor. So haben wir Samstag eine Einladung zum Mittagessen, eine zur Kindergeburstag und eine zum Abendessen. Fast ein bisschen viel. Und doch alles 3 schön und sehr besonders.

img_9780Noah bei Diego auf dem Kindergeburtstag ( Diego ist der Sohn unserer muchacha – sprich unserer Hausangestellten. Da treffen Welten aufeinander. „Arm trifft reich“ um das mal ganz ehrlich auszusprechen. Die Tatsache, dass wir eingeladen wurden ist sehr ungewöhnlich und spricht für unser gutes Verhältnis. Insofern war es mir sehr wichtig der Einladung zu folgen. Als Zeichen des Respekts. Und wir hatten sehr viel Spaß!

img_9819Delphine (hinten links) hat eingeladen. Sie hat französisch für uns gekocht. mmmmh!

img_9821meine Freundin Rebeca und ihr Mann Angel sind auch dabei

Den Sonntag lassen wir dann erstmal ruhiger angehen. Schließlich lagen Noah und ich am Abend erst um halb zwölf in der Koje. Da muss dann auch mal ausschlafen drin sein. Um 10:30 verlassen wir das Bett… Dann steht ein spannender Ausflug bevor. Was ich mir schon lange gewünscht habe geht heute in Erfüllung. Ein Trip in die Sierra de Lobo. Mexiko wie man es sich vorstellt: Pferde – Cowboys – ausgetrocknete Flußbetten – Einsamkeit – Kakteen – Sonne – Staub – Cowboystyle… etwa 1 Autostunde von unserem Haus entfernt!

img_9855 ein Picknik im Flußbett…

img_9914Naoh und Luis im Spiel vertieft

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26. März 2017 – Parque Explora

Ein Besuch im Parque Explora ist immer wieder ein tolles Erlebnis für Kinder und Erwachsene. So haben wir uns auch heute mal wieder aufgemacht einen Nachmittag in diesem interaktiven Museum zu verbringen.

img_9660Noah, Jonathan, Charlot und Viktor

Da meine Freundin Delphine ebenfalls gerade Strohwitwe ist, haben wir uns dazu entschlossen den Tag gemeinsam zu verbringen. Zur besonders großen Freude von Noah, der inzwischen mit Delphines Sohn Viktor dick befreundet ist (sie sind zusammen in einer Kita-Gruppe).

img_9662Noah und Jonathan erleben naturwissenschaftliche Gesetze

img_9670Das Fenster wird zum Spiegel…

 

25. März 2017 – Carrera de Amistad Humane

Heute nehmen Jonathan und ich an einem 5km-Wettlauf der Schule teil. Seit nunmehr 11 Jahren gibt es dieses Rennen für aller Schüler ab der 1. Klasse. Eltern dürfen auch teilnehmen. Das lass ich mir natürlich nicht 2x sagen und bin dabei. Während Jonathan bereits 2 Tage vorher sagt, dass er gewinnen wird, bin ich eher skeptisch. Mit meinen Sprüchen „Dabei sein ist alles“ und „Spaßhaben und Ankommen“ versuche ich ihn auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen damit die Enttäuschung hinterher nicht zu groß ist.

Guter Dinge sind wir pünktlich um 8h zum warm-up im Parque Metropolitano. Mit lauter Musik und wildem Tanzen machen sich Teilnehmer und Zuschauer unter Anleitung von Cesar, dem Sportlehrer der Schule, warm! Definitiv ein lustiger Start in den Tag.

img_9555Jonathan vor dem Rennen. „Ich werde Erster“ ist sein Motto.

img_9602Noah und seine Kita-Freunde machen sich bereit zum Anfeuern.

Pünktlich um 8:30h dann der Startschuß. Während Jonathan dem Feld davonläuft, räume ich das Feld aus der Mitter heraus auf. Alle Freunde und Klassenkameraden die ich im Verlauf des Rennens überhole, berichten mir das Jonathan gaaaaanz weit vorne ist. Während sein bester Freund Alberto bereits einen kleinen Spaziergang einlegt, um sich zu erholen, rennt Jonathan unbeirrt weiter. So mache ich es mir zur Aufgabe Alberto zu motivieren mit mir weiter zu laufen. Kurze Zeit später holen wir einen anderen Freund der beiden ein. Auch er schwächelt bereits. Die nächsten 2 Kilometer habe ich die Jungs an meiner Seite – tapfer kämpfen sie sich vorwärts. Aber dann packt mich doch noch der Ergeiz und ich lege einen letzten Sprint bis zum Ziel ein, wo mich Jonathan bereits lässig erwartet.

Er hat gewonnen!  Unglaublich!!! Was Autosuggestion so alles bewirken kann…!!?

img_9629Siegerehrung. Jonathan ist Erster seiner Altersgruppe. Die Freude ist riesig groß!

img_9638Alberto, Jonathan und Genki – glücklich und schlapp

img_9634die stolze Mama mit ihrem Siegerkind 😉

 

1. März 2017 – Aschermittwoch

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Am Vorabend des Aschermittwochs laufen plötzlich die Smartphones heiß. Kurzfristig kommt die Information , dass vormittags ein Pfarrer in die Schule kommt und die Kinder mit dem Aschekreuz segnet. Auch die Familien sind willkommen und können das Kreuz empfangen. In den Chats laufen wilde Diskussionen: muss man eine offizielle Erlaubnis erteilen oder eine explizite Email schreiben, wenn man nicht möchte , dass sein Kind das Aschekreuz empfängt? Die Meinungen driften auseinander? Ich enthalte mich der Diskussion und warte einfach mal ab… Mich wundert überhaupt, dass die Schule einen Pfarrer herbestellt, denn sie ist eine der wenigen säkularen Schulen hier in León. Die meisten Schulen sind streng dem katholischen Glauben verpflichtet und sehr traditionell…

Naja wie auch immer.

Wie die meisten von Euch wissen, sind wir gläubige Christen – aber eben nicht katholisch. Noah haben wir trotzdem zum katholischen Religionsunterricht in der Kita angemeldet. Die Inhalte dieses „Unterrichts“ sind Jesus zentriert und erscheinen uns kindgerecht aufgemacht. Das findet auch Noah, und freut sich immer sehr auf diesen Unterricht. Über die Bedeutung des Aschermittwochs hat er jedenfalls im Unterricht erfahren, insofern kann er eigentlich auch selber entscheiden, ob er das Kreuz empfangen möchte. Oder?

Für die Erzieher heute ist klar. Noah empfängt das Aschekreuz! Erlaubnis hin oder her. Es wird nicht gefragt. Jonathan hingegen wird nicht zum Pfarrer berufen, da ich keine schriftliche Erlaubnis abgegeben habe. Er nimmt es gelassen.

aschermittwoch_2Das „Aschekreuz“ – die Kinder haben geballten Spaß!

Als ich Noah von der Kita abhole, wundere ich mich, wo das Kreuz auf seiner Stirn geblieben ist (alle anderen, die aus der Schule kommen, tragen noch stolz das Kreuz auf ihrer Stirn). Die Antwort lautet: „Mama, es ist schon abgefallen.“

??? Häääh?

Ich erfahre: Hier bekreuzigt der Pfarrer nicht etwa mit dem aschegetränkten Daumen die Stirn, sondern das Kreuz wird mit einem Stempel auf die Stirn gestempelt. Noahs Haut war scheinbar so trocken, dass das Kreuz kurze Zeit später einfach abgefallen ist…

😉

Er nimmt es gelassen.

22. Februar 2017

Heute habe ich Kindern im Alter von 4-6 Deutschland vorgestellt. Mit Flagge, vielen großen Fotos, Laufrad und traditionellem Schultornister bewaffnet saß ich pünktlich um 9:15 bei Noah in der Kita-Gruppe.

Die Kids waren begeistert.  Wir hatten einen Heidenspaß.

img_8136_k2„typisch deutsch“

img_8138_k3Jungs wie Mädels drehen freudig ihre Runden mit dem Laufrad – Christian sei Dank!

 

21. Februar

Morgen steht meine „Präsentation“ über Deutschland in der Kita auf dem Programm. In Mexiko – oder zumindest hier in León – sind Laufräder weitgehend unbekannt. Daher möchte ich den Kindern zeigen, auf welche Art und Weise sich die meisten Kinder in Hamburg fortbewegen….

Dafür muss ich das alte Laufrad von Noah aber erstmal wieder auf Vordermann bringen (lassen :-)). Es hat nämlich seit geraumer Zeit einen Platten, den weder Frank noch Lars erfolgreich reparieren konnten. Eigentlich muss ein neuer Schlauch her, aber woher nehmen, wenn nicht angeboten?? Wir sind halt in Mexiko und nicht in HH…

Da fällt mir mein Freund Christian – der Vulkanizadora – ein. Bei Christian lasse ich regelmäßig unsere platten Autoreifen flicken. (s. auch Beitrag „Die Geschichte von den Autoreifen“). Vielleicht hat er ja auch ein Händchen für Laufräder…?

img_8117_k1Christian gibt sein Bestes!

20. Februar – Manuela feiert!

Heute feiern wir den Geburtstag von Manu –  ganz mexikanisch – nämlich ein Weiberfrühstück – mitten in der Woche!

Manu kommt aus Italien. Wir haben uns durch unsere gemeinsame Freundin Rebeca kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Auch sie lebt erst – genau so wie ich – seit gut einem Jahr als „Expatfrau“ hier in León.

Es ist immer wieder schön festzustellen, wie viele nette Menschen man im Verlauf seines Lebens kennenlernt! Manu gehört definitiv dazu!

geb-manu-1eine lustige Truppe

geb-manu-2Manu – das Geburtstagskind

geb-manu-3mordida, mordida !

 

13. Februar – mein Geburtstag!

Ich starte den Tag mit einer Stunde Tennis, schönen Geschenken und jeder Menge netter WhatsApp-Nachrichten und emails. Die vielen Geburtstagsgrüße lassen mein Herz schneller schlagen. Wie schön, dass so viele an mich denken! Frisch und fröhlich werde ich von Eva mit einem kleinen Geburtstagsständchen begrüßt als ich bei ihr zum Spanischunterricht aufschlage. Wie toll! Ich freue mich.

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Der Abend gehört Frank und mir – mit bestelltem Essen vom ThaiWok und meinem Lieblingstequila lassen wir es uns gut gehen.

Auf Hüpfburg und Party müssen Jonathan und Noah heute zu ihrer großen Enttäuschung verzichten. Aber was nicht ist, kann ja noch werden…

Bestimmt… 🙂

27. Januar – der letzte Freitag im Monat

Wie immer ist auch heute, am letzten Freitag des Monats, schulfrei. Eine gute Gelegenheit mal wieder in den Zoo zu gehen. Nachdem wir Alberto, Jonathans besten Freund, abgeholt haben, geht’s los. Eine große Überraschung erwartet uns. Der neue Eingang ist fertiggestellt und wir haben die Ehre an 2 Giraffendamen vorbei den Zoo zu betreten.

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Die Jungs sind happy! Und ich hab viel zu lachen.

26. Januar

Heute bin ich Stadtführerin. Meine Freundin Elisabeth, die nun seit 4 Monaten hier wohnt, hat Besuch von ihren Eltern (aus den USA) und möchte mit ihnen die Innenstadt von León erkunden.  Da bin ich natürlich gern dabei!

img_6938Cathedral Basilica de León

img_6949Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein erkunden wir die Stadt

img_6942Rathaus

 

24. Januar – Achtung Camper!

Als ich heute die Kinder zur Musikschule bringe, staune ich nicht schlecht. Mitten zwischen den parkenden Autos neben der Musikschule wird gecampt.

Die Pilgerer sind wieder unterwegs. Einmal pro Jahr pilgern Unmengen an Menschen nach San Juan de los Largos, wobei der Weg weit ist und… nicht ganz ungefährlich. Da Bürgersteige und Fußwege quasi nicht existieren, pilgern die Leute in mehr oder weniger großen Gruppen auch furchtlos über Autobahnen und Landstraßen… und schlagen ihre Zelte auf, wo es gerade passt. Heute eben mal neben unserer Musikschule – und es scheint niemanden zu stören.

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17. Januar

Kurzentschlossen habe ich zugesagt an einem Kochkurs teilzunehmen. Ab sofort wird jeden Dienstag gekocht. Was ? Ich würde das Ganze als „mexikanisch-internationale Fusionküche“ bezeichnen. Die Stimmung ist heiter und die Rezepte kreativ (wobei das eine das andere bedingt ;-))

img_6781Marcia (die (Vor-)Köchin), Delphin, Annett, Elisabeth, Almendra, Idalia und ich (v.ln.r.)

img_6786Marcia in ihrem Element. Die Reistorte gefüllt mit Avocado & Co ist fast fertig…

16. Januar 2017

Heute bin ich total euphorisch! Ich habe das erste mal so richtig das Gefühl: „Wow, es fluppt doch mit dem Spanisch!“ Nachdem ich mit meiner Freundin Maca 2 Std. herrlich im Cafézzito gefrühstückt habe, bin ich flott zum Spanischunterricht gedüst. Nach meinen gewohnten 2 Std. Einzelunterricht, habe ich Jonathan und Noah von der Schule abgeholt, um direkt nach dem Mittagessen mit Noah zu einem Kindergeburtstag zu fahren, wo wir bis abends um 19h fröhlich gefeiert haben. Also ein Tag voll von Konversationen – ausschließlich in Spanisch! Und es fluppte. Die Sätze sind nur so aus meinem Mund gesprudelt, ohne viel nachzudenken und ohne mich total anstrengen zu müssen. Super cool!

Ich bin begeistert. Und die krasseste Erfahrung war, dass ich auf der Party Magda, eine super nette Freundin meiner Freundin Lea, wieder getroffen habe und… sie verstanden habe!!! Jaaaa, man kann es kaum glauben! ich sag nur: Herausforderung „Akzent“… Nach jedem Gespräch mit ihr war ich vollkommen frustriert, weil ich trotz größter Anstrengung höchstens ein Drittel (wenn überhaupt!) verstanden habe und mich einfach nur schlecht fühlte.

Aber heute war alles anders! Ein wahrer Motivationsschub!!

6. Januar 2017

Nach einer super schönen Zeit in Deutschland, freuen wir uns nun wieder in unseren eigenen 4 Wänden in León zu sein. Und während in Deutschland der Winter tobt, bauen wir unsere neuen Terassenmöbel auf! Auch schön! 😉

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Am 19. Dez. geht’s ab nach Deutschland! Wir freuen uns auf eine tolle Zeit mit Omas, Opas, Geschwistern, Cousins, Cousinen und Freunden!

15. Dez. – Posada – Weihnachtsfeier auf Mexikanisch

Heute feiern wir bei uns Weihnachten mit Franks Team. Kaum zu glauben, wie Erwachsene wieder zu Kindern mutieren, wenn’s um’s Piñata-Schlagen geht! Ein Ereignis für sich! 😂

Wir haben einen lustigen Abend mit schönen mexikanischen Ritualen, gutem Essen und fröhlichen Gästen!

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img_6724gemeindschaftliches traditionelles Singen des Canción de Navidad

img_6734Die Gewinner des Team-Quizzes

img_6727Piñata-Schlagen mit verbundenen Augen und Alkohol im Blut…🙈

img_6731Schlacht um die besten Süßigkeiten 😳

14. Dez. Noahs großer Auftritt

Heute hat Noah einen Auftritt mit seiner  HipHop/Brake Dance-Tanzgruppe. Die Musikschule veranstaltet ein Weihnachtskonzert mit vielen Darbietungen musikalischer und tänzersicher Art – vom Klavierkonzert bis zum Broadwaytanz… Noahs Gruppe ist die Jüngste und darf direkt zu Beginn und nochmal am Schluss der ganzen Veranstaltung tanzen. Sehr süß…

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12. Dez. 2016 – casa abierta

Heute sind wir Eltern eingeladen am Religionsunterricht von Noah teilzunehmen. Wir erleben, wie die Kinder beten, was sie über Jesus erfahren und basteln hinterher gemeinsam Adventskränze. Eine fröhliche Stimmung in einer besinnlichen Zeit.

img_5892 Lachen ist erlaubt!

img_5902 Die Kinder haben definitiv sehr viel Spaß im Unterricht. Das merkt man sofort. Ich glaube, da freut sich unser HERR.

10. Dez. 2016

Zur Abwechslung verbringe ich den Abend mit Jonathan -mal wieder- in der Notaufnahme von St. Angeles. Eine falsche Bewegung, ein falscher Sprung, und schon ist es aus mit dem fröhlichen Hüpfen im Jumperfly.  Jonathan klagt über starke Schmerzen im Rückenbereich…

img_5873warten in der Notaufnahme…

zum Glück ist nichts gebrochen!

Donnerstag, 8. Dez. nachmittags

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Heute findet ein Weinachtsessen aller Frauen unseres kleinen Fraccionamientos statt – bei meiner Nachbarin 2 Häuser weiter. Etwa 30-40 Weibsbilder kommen zusammen, essen, lachen und trinken Unmengen von Tequila aus Wein- bzw. Sektgläsern. Ich kann es kaum fassen! Ob jung oder alt, der Tequila fließt in Strömen . Wie bereits erwähnt – nachmittags um 4h. Aber wir haben jede Menge Spaß und so torkel ich um 8h abends zufrieden nach Hause und liege um 9h selig im Bett. Und nun kenne ich auch alle meine Nachbarinnen…

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2. Advent – Vorweihnachtszeit unter Freunden

Bei meiner Freundin Rebeca feiern wir heute den 2. Advent. Ein fröhliches, kleines Treffen mit 5 Familien aus Mexiko, Italien, Frankreich und Deutschland. Insofern zieren Köstlichkeiten aller Länder das Buffet… Mmmmh!!

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3. Dez. 2016

Heute abend haben wir – ganz beschaulich – einen kleinen ökumenischen Adventsgottesdienst mit der deutschen Gemeinde gefeiert. Mit vielen Weihnachtsliedern und einem extra aus Mexico DF eingeflogenen deutschsprachigen Pastor haben wir uns in einer kleinen Kapelle auf Weihnachten eingestimmt. Das war richtig schön!

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1. Dez. 2016 – HNO

Nachdem Jonathan sich 3 Tage lang darüber beklagt hat, dass es irgendwie in seinem Ohr gluckert, wenn er Sport macht, sind wir heute zum HNO gefahren. Dieser hat ihm – kaum zu glauben – einen Stein aus dem Innenohr entfernt. Genau genommen waren es sogar drei. Aber dieser hier war definitiv der Größte! Da hat auch unser Dok ganz ordentlich gestaunt. „Qué raro!!!“ war alles was er dazu sagen konnte.

img_6525wie kommt dieser Stein unbemerkt in Jonathans Innenohr?

28. Nov. 2016

Ich steh in der Zeitung! Huch, wie kommt denn das?

Mit meiner Freundin Maritza war ich auf einem Vortrag zum Thema „Erziehung“ und schwupps stehen wir eine Woche später mit Foto in der Zeitung. So kann’s gehen…

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27. Nov. 2016 – 1. Advent

Das Wetter ist perfekt für eine kleine Radtour. Insofern packen wir am Nachmittag mal wieder unsere Sieben Sachen und machen uns auf zum Parque Metropolitano.

img_5579_1Was ist das für ein Baum??

img_5580_1ganz schön stachelig dieser Stamm…

Das ist ein palo borracho. palo borracho bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie „der betrunkene Baum“. Er gehört zu den Malvengewächsen und heißt – laut Wikipedia – Florettseidenbaum. Momentan fällt er besonders ins Auge, da er große Früchte trägt, die – wenn sie aufgeplatzt sind – wie hübsche weiße Wollknäuel am Baum hängen.

img_5586mitten auf der Wiese am Rande des Sees ein einsamer alter VW-Käfer

img_5599Eis-Pause muss sein.

img_5594cooler 1. Advent in Mexiko

24. Nov. 2016 – casa abierta

Heute bin ich Schülerin. Schülerin von Jonathan. Alle Eltern aus Jonathans Klasse sind eingeladen am casa abierta teilzunehmen. In einem 1:1 Austausch mit dem eigenen Kind, sind die Eltern heute mal die Schüler.

Nachdem wir Eltern die Arbeitsregeln von der Klassenlehrerin erklärt bekommen haben und wir alle brav unsere Handy abgegeben haben, holt jedes Kind seine Mutter an der Tür ab und bringt sie zum jeweiligen Arbeitplatz.

Jonathan erzählt mir heute etwas über den Aufbau von Fischen und die Funktionen der unterschiedlichen Körperteile bzw. Organe. Selbstverständlich muss ich mich hinterher einem kleinen Test unterziehen und zeigen, dass ich auch wirklich zugehört habe. Im zweiten Teil unserer Zeit erklärt er mir anhand von Anschauungsmaterial  was „Multiplikation“ ist und welcher Sinn dahinter steckt.

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Nach 40 Minuten ist die Schulstunde vorbei. Die Kinder bedanken sich für unser Kommen und die gute Mitarbeit und bringen uns an der Hand nach draußen. Mit Küsschen – und auch ein wenig stolz – werde ich von Jonathan verabschiedet.

Eine coole Aktion, finde ich! Und nun weiss ich auch was „Kiemen“ und „Schuppen“ auf Spanisch heißt. 😉

14. Nov. 2016

Statt meines üblichen Spanischunterrichts, entführt mich Eva heute auf eine kleine Ranch ausserhalb Leóns und überrascht mich mit einem Exkurs in Kräuterkunde. Ihre Freundin Maite lebt sich hier so richtig aus und wir dürfen Versuchskaninchen spielen. Mit Arnika, Lavendel, Aloe Vera & Co. stellen wir Seifen und diverse homöopathische Muttertinkturen her. Auch wenn ich mir den ein oder anderen Kommentar zur phänomenalen mega-bakteriziden Wirkung diverser Kräuter verkneifen muss,  habe ich viel Spaß 😉 Eine tolle Überraschung zum Wochenanfang!!

img_5337mit Eva auf Expedition ins Land der Kräuter

img_5329Kräuter – Kräuter – Kräuter

img_5334Kräuter – Kräuter – Kräuter

img_5331Maite in ihrem Element

img_5341wahnsinnig lecker diese Tomaten!!

img_5345Aloe Vera „filetiert“ 😉 : einfach portionsweise einfrieren und z.B. als Eiswürfel ins Wasser geben. Super erfrischend und gesund! Wieder was dazugelernt!

9. Nov. 2016

Heute habe ich in der Schule eine Präsentation über Deutschland halten dürfen. In Spanisch versteht sich.  Dankbare Zuhörer waren Kinder der 1. und 2. Klasse. Mit deutschem Landbrot, Laugengebäck und Haribo-Gummibärchen konnte ich die Kinderschar bei Laune halten und über eine Stunde zum Zuhören bewegen. Hat erstaunlich gut geklappt und letztlich richtig Spaß gemacht. Krönender Abschluss war das Vorlesen des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ (Los músicos de Bremen) der Gebrüder Grimm, wobei Jonathan fleißig mitgelesen hat.

Unsere Tüte Chips für den heutigen Abend haben wir uns redlich verdient 😉

5. Nov. 2016 – Geheimtipp Cuarenta

Mit meiner Freundin Rebecca und ihrer Familie fahren wir nach Cuarenta. Der kleine Ort an einem wunderschönen Stausee gelegen liegt nur etwa 40 Autominuten von uns entfernt und ist ein wahrer Geheimtipp.  Wir verbringen einen entspannten Nachmittag zusammen und kommen am Abend rundherum erholt wieder nach Hause! WLAN oder Handyempfang gibt es dort nämlich nicht 😉

img_6282Rebecca und ich genießen das Faullenzen

img_6284„Männerglück“ 😉

img_6288vom Wasser aus erkunden wir die Umgebung

img_6295Mit dem Boot sausen wir über den See

img_6320Wochenend-Erholung pur!

 

 

Freitag, 4. Nov. – überraschender WE-Besuch

Beim Abholen von der Schule wird mir „Rojo“ in die Hände gedrückt. Noah muss seine kleinen Schulfreund übers WE pflegen. Ob das gut geht?

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2. Nov. 2016 – Dia de Muertos

Zur Feier des Tages und passend zum heutigen Thema gehe ich am Abend mit meinen beiden Freundinnen Rebecca und Delphine zu einer besonderen Show in einer besonderen Location (Palenque).

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Die Universität veranstaltet jährlich am Dia de Muertos eine eine Art „Modenshow“, in der 10 Catrinas von 10 verschiedenen Künstlern inszeniert werden. Die Darbietungen werden gekürt und man erlebt Kunst auf mehreren Ebenen. Die einzelnen Catrinas werden in Bezug auf Präsentation, Kostümdesign, Schuhgestaltung (wir befinden uns hier in León ja in DER Schuh- und Lederstadt!!), fotographische Darstellbarkeit, etc. bewertet und ausgezeichnet.

Wir „Mädels“ sind begeistert. Ein wirklich besonderer Abend an einem besonderen Tag!

Gesamtsiegerin wird übrigens Catrina Nr. 3 – auch meine absolute Favouritin!

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Spannende Momente vor der Preisverleihung!

 

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Das ist meine Freundin Maca. Sie hat sich neulich für mich – ganz kurzentschlossen- als Catrina geschminkt 😉 Auch einen Preis wert, oder?? 🙂

 

 

22. Okt. 2016

Heute feiern wir den Geburtstag von Lars. Runde 40. Mit Cowboy-Outfit geht’s in den Wilden Westen. Ein rauschendes Fest!

img_5015Das Geburtstagskind im Kreise seiner Familie

img_5018Die Party kann beginnen.

img_5017ich mache den 3. Platz im Apple Pie Contest

img_5019auch der kleine Luis ist bereits großer Fan des Bullenreitens

img_5023die legendäre Band darf auch im Wilden Westen ihre Songs zum Besten geben.

21. Okt. 2016

19:45h Krankenhaus St. Angeles León Gto. Mexico.

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Endlich – der ist Gips ab. Jonathan ist glücklich! Aber weiterhin 2 Wochen Sportverbot. “ Eine Strafe“ wie Jonathan betont.

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16. Okt. 2016

Wir machen einen kleinen Sonntagsausflug nach Lagos de Moreno. Die Kleinstadt liegt etwa eine halbe Stunde von León entfernt und begeistert mich durch ihre ruhige, entspannte Atmosphäre gepaart mit ein paar hübschen alten Gebäuden und freundlichen Menschen.

img_4872La parroquia de Nuestra Señora de La Asunción

img_4899Abstecher zur Hacienda Sepúlveda

img_4871Wow – was für eine Riesenpinata!!!

 

14.-15. Okt. 2016

Auftanken bei der Frauenkonferenz in unserer Kirchengemeinde. www.arboldevidaleon.com

Frei unter dem Motto „victoriosa“ (siegreich) ist viel Zeit für Lobpreis und Gebet. Wertvollen Input und auferbauende Worte für den Alltag gibt’s gratis dazu 😉 Da freut sich das Frauenherz!

img_4859bei toller Musik wird lauthals gesungen und später sogar getanzt. Die Stimmung ist super!

img_4856stärkende Worte für das starke Geschlecht 😉

13. Okt. 2016

Beim Kindergeburtstag haben sich die Gastgeber mal wieder nicht lumpen lassen. Ein lebensechter T-Rex hat die Party aufgemischt. Während das 5-jährige Geburtstagskind glücklich seinen neuen Freund bestaunte, heulten die kleinen Gäste reihenweise. Auch Noah ist nicht mehr von meiner Seite gewichen. Kein Wunder bei den gruseligen Geräuschen und der Größe dieses Urtieres… Einen weiteren Kommentar erspare ich mir.

img_4839die Kinder warten gespannt auf die „Überraschung“

img_4842das Geburtstagskind wird begrüßt

img_4846Der Dino jagt die Kinder

 

 

13. Okt. 2016

Läusealarm im Hause Schwanke! Es gibt für alles ein erstes Mal.

Nach einer landesüblichen, etwas dubiosen Entlausungsprozedur in einer der vielen „clinica de piojos“ sind Jonathan und Noah wieder befreit von den lästigen Viechern. Ein Nachmittag voller neuer Erfahrungen…

img_4802Noah erträgt geduldig die Behandlung.

img_4800-2Jonathan nach der Behandlung… Sein Gesicht spricht Bände…

 

2. Okt. 2016

Jonathan hat einen Bänderanriss am Knöchel. 3 Wochen Gips. Er hält sich tapfer. Fußball ist ein gefährlicher Sport.

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29. Sept. 2016

Seit heute sind Jonathan und Noah offizielle Mitglieder im Fußballverein! Nun wird 2x /Woche trainiert und samstags an Punktspielen teilgenommen. Zur Freude der stolzen Mama 😉

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Der 2. Besuch aus Deutschland

04.-12. Februar 2017

Jared und Christine sind da! Juhu!

Wir verbringen 3 schöne Tage zusammen bei uns in León, bevor wir uns dann aufmachen in Richtung Pazifik! Wie auch schon im letzten Jahr zieht es uns wieder nach Sayulita, den kleinen Hippi-Ort im Bundesstaat Nayarit.

Aber nun gibt’s ein paar Highlights unserer gemeinsamen Zeit:

img_7379Ausflug nach Guanajuato

img_7338Leider muss Frank arbeiten und kann nicht dabei sein.

img_7321Die Umgebung ist bekannt für ihre vielen Minen.

img_7314ohne Worte

 

Sayulita:

img_7611von Punta de Mita aus fahren wir mit dem Boot zu den Islas Marietas

img_7581eine kurze Abkühlung inbegriffen. Auf ausgiebiges Schnorcheln verzichten wir diesmal. Das Wasser ist aaaa….kalt.

img_7579Jonathan traut sich kurz ins Wasser.

img_7495Wir haben Glück und sehen Wale und Delfine. Ganz nah am Boot. Sie sind mit ihrem Nachwuchs derzeit auf dem Weg zurück in Richtung Norden!

Die Zeit scheint stehen zu bleiben, als wir die Wale beobachten. Sie strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Einfach faszinierend!

img_7642 es schmeckt!

img_7669Während Jared und Christine heute einen Strandtag einlegen, machen wir einen Bootsausflug zum Angeln

img_7721Noah und Frank sind erfolgreich!

img_7757sie kam…

img_7746angelte…

img_7765und siegte!

Fisch Nr. 2 an Bord!!

img_7839unsere ständigen Begleiter – die Pelikane!

img_7716Männerglück!

img_7795Da hat Papa aber mitgeholfen 😉

Um Missverständnisse zu vermeiden: Nein – das ist nicht der gleiche Fisch auf allen Fotos!! 🙂

img_7781Ceviche direkt an Bord… Mmmmh. Lecker

Und ratet mal, was am Abend auf der Speisekarte steht?

Richtig! Makrele!

Und alle futtern mit!

Sonntag müssen wir leider schon wieder abreisen. Die Zeit ist gerast! Jared und Christine dürfen noch 2 weitere Wochen Urlaub in Mexiko verbringen.

Aber es war suuuuper! Eine Woche voller Gespräche, Entspannung, Tequila, Sonne und Meer! Was wünscht man sich mehr mit langjährigen Freunden?

Tlalpujahua – zwischen Schmetterlingen und Weihnachtskugeln

Dieses WE fahren wir spontan nach Michoacan, genauer gesagt nach Tlalpujahua (wie auch immer man diesen Ort ausspricht…🤔).

Meine Freundin Idalia hat gefragt, ob wir Lust haben mitzukommen ein Naturschauspiel der besonderen Art zu erleben – die Monarchfalter (monarcas) in Mexiko. Wir haben spontan zugesagt!

Die zarten Wesen kommen jedes Jahr gegen Ende Oktober den weiten Weg von Kanada geflogen, um ihren Winterschlaf hier in Mexiko zu halten, ihre Eier zu legen und „Familie“ zu gründen. 😉 Warum sie das genau hier tun und rund 4000 km Flug auf sich nehmen bleibt nach wir vor ein Rätsel. Genauso wie die Frage, wieso die Schmetterlinge über Generationen hinweg die Flugroute kennen…

Da die monarcas  i.d.R. nur vormittags fliegend zu sehen sind und das auch nur bei warmen Temperaturen, sitzen wir – nach ausgiebigem Studieren der Wettervorhersagen – Samstag morgen um 6:00h im Auto, um in Richtung Süden des Landes zu fahren. Etwa 4 Autostunden liegen vor uns. An einer Tankstellen treffen wir uns mit den anderen um in Kolonne in die etwas „unsichere“ Region Michoacan zu fahren.

Wir haben Glück. Das Wetter vor Ort ist zwar frisch, aber sonnig. Auf jeden Fall warm genug für die zarten Tierchen.  Bereits am Eingang des Naturschutzreservats werden wir mit „Daumen hoch“ begrüßt.

Insofern geht’s zu Fuß bzw. per Pferd den Berg hinauf. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde sind wir gefangen – im Bann der Monarchfalter. Unmengen an Schmetterlingen flattern um uns herum – das Erlebnis raubt uns den Atmen. Es herrscht Stille im Wald und man hört lediglich die schnellen Flügelschläge der orange-braunen Wesen.

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img_7041ein Monarchfalter ruht sich aus

Selbst die Kinder stehen vor Faszination still.

img_7077Jayden und Noah auf den Spuren der Schmetterlinge

Traubenförmige Ansammlungen der Tiere hängen an den Bäumen. Einfach faszinierend.

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Nach ein paar Stunden in einer anderen Welt machen wir uns wieder an den Abstieg. Frank und Noah per Pferd, Jonathan und ich zu Fuß. Auch die anderen Familien teilen sich auf.

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Im Tal angekommen finden wir ein hübsches Plätzchen, essen Quesadillas, Mole und andere Leckereien. Während sich die Kinder im Wald mal wieder so richtig austoben können und voller Begeisterung eine Hütte bauen, genießen wir die Sonne, das Bier und die Leichtigkeit des Lebens. Die Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Sooooo viele Schmetterlinge auf einmal zu erleben, ist definitiv etwas Besonderes.

img_7141Die Hütte mit Feuerstelle ist fast fertig. Noah, Jonathan, Chiara Maria und Jayden sind stolz auf ihr Werk

Als die Sonne am Horizont verschwindet machen wir uns auf in Richtung Hotel.

img_7146Idalia, Annett, ich und  Ivet (v.l.n.r.) beim Frühstückssnack

img_7148Ralf, Maik, Jesus und Frank (v.ln.r.) genießen die Morgensonne

Für den nächsten Tag steht Shopping auf dem Programm. Was kaum einer weiß ist, dass dieses winzige Dorf Tlalpujahua der Ursprung 100000000000 Weihnachtskugeln ist.

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So reihen sich kleine und große Läden aneinander ausgestattet mit klassischen, schicken, bunten und natürlich auch kitschigen Weihnachtskugeln.

Die Auswahl ist riesig und die Preise kaum zu glauben. Handeln mag man da definitiv nicht mehr.

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Selbst Jonathan ist so begeistert von den bunten Kugeln, dass er spontan 80 Pesos seines Taschengeldes für fröhlich bunte Glasbläserkunst ausgibt. Schließlich muss sein Zimmer ja auch mal dekoriert werden…☺️

img_7182Mittagspause muss sein

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Fazit:

Ein tolles WE für die ganze Familie! Erholung pur – trotz 8 Std. Autofahrt! 👍

 

Jahresauftakt-Party mit Überraschungen

Samstag, 14. Januar 2017

Heute feiern wir den Start ins neue Jahr! Dazu haben wir unsere kleine internationale „Gang“ eingeladen. Sprich Vero und Bert, Katja und Juan, Eva und Jorge, Annett und Maik, Lars und Cecile.

6 Nationalitäten – eine Heimat.

Jeweils mit 2 Kindern bestückt trudeln alle Familien ab 16h nach und nach bei uns ein.

Was keiner weiß: wir haben einen Überraschungsgast! Und das ist Lea!!

Lea ist der Grund warum wir uns alle kennen. Eigentlich ist sie es, die uns alle miteinander bekannt gemacht hat…

img_6732Lea unter Männern

Wer meinen Blog ein wenig verfolgt hat, weiß, dass Lea samt Familie vor nunmehr einem halben Jahr zurück nach Deutschland gezogen ist. Leider. Wir hatten also nur ein paar wenige Monate gemeinsam hier – aber die waren sehr intensiv und haben mir das Ankommen in einer fremden Welt sehr leicht gemacht.

Auf jeden Fall ist der León-Besuch von Lea der eigentliche Grund warum wir genau heute diese Party machen, und umso cooler ist es, dass tatsächlich alle sofort begeistert zugesagt haben (obwohl meine Einladung sehr kurzfristig kam).

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Insofern ist klar: es fließen jede Menge Freudentränen!  Herzstillstände können gerade noch verhindert werden, aber der Adrenalinspiegel steigt bei allen in Null Komma nix aufs Doppelte an!😀 Die Freude ist groß . Dementsprechend oft heben wir die Tequilagläser – wie es sich gehört – ganz mexikanisch!

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Männlein wie Weiblein sind bester Laune und so wird die gemütliche kleine Party zu einer Mega-Sause. ☄️Kennt Ihr diese Partys, die einfach immer lustiger werden, ohne dass man irgendetwas dafür tut? Wo einfach alle gleichermaßen gut drauf sind und zu Höchstform auflaufen?🍻🕺🏻🥗🥂🌶💃

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Während sich die Kinder ab 22h nach und nach die besten Schlafplätze suchen (oder einfach nur bis in die Morgenstunden entspannt weiterspielen) wird bei uns getanzt, gelacht, geschnackt, getrunken und gegessen…

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Einfach nur schön! Ein toller Jahresauftakt! 😊

Da sind wir uns alle einig!!!

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Jonathan wird 8

6. Dez. 2016

Schon seit Wochen fiebert Jonathan seinem 8. Geburtstag entgegen. Heute ist es endlich soweit. Bereits um 6:30h steht Jonathan an unserem  Bett und fragt ob er seine Geschenke auspacken darf.

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Die heißersehnte Nurf und Bücher von Cowboy Klaus lassen ihn bis über beide Ohren strahlen. Glücklich und zufrieden geht’s auf in die Schule. Um 9h mache auch mich auf in Richtung Klassenzimmer – bewaffnet mit jeder Menge Fotos und einem leckeren selbstgebackenen Apfelkuchen. Vorher hole ich noch Noah aus seiner Kita-Gruppe. Denn auch er darf mit und Jonathans Geburtstag feiern.

img_5736 anhand einer kleinen Weltkugel und vielen Fotos von Jonathan wird ihm nochmal vor Augen geführt, wie lange er nun schon lebt und was er in dieser Zeit schon alles erlebt hat.

img_5838 sein Wunsch-Geburtstagskuchen: „Apfelkuchen a la Mama“

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7. Dez. 2016

Die große Geburtstagsparty steht ins Haus. 11 Jungen und ein Mädchen feiern heute mit Jonathan seinen Geburtstag. Mit zwei Autos holen wir alle Kinder direkt nach der Schule ab, um bei uns zu feiern.

img_6572 die Stimmung ist grenzenlos gut!

Nach einem aufregenden Vormittag, bin ich froh, dass wir es rechtzeitig geschafft haben an der Schule zu sein. Die Hüpfburg kam nach 3-maligem Anrufen – fast pünktlich – 2 Stunden zu spät hier an! Dafür habe ich in der Zwischenzeit schon ungefähr 30 Luftballons aufgepustet….Mein ausgeklügelter Zeitplan außer Kontrolle. Aber das kenne ich ja schon und man wird mit der Zeit flexibel. Die Geburtstagstorte hole ich also wiederrum 1.5 Std zu spät beim Bäcker ab….und muss noch 10min warten, weil sie gerade erst fertig gestellt wird…. definitiv frisch gebacken!

Nur der freundlicher Herr, der die Hotdogs und Hamburger liefert kommt 1/2 Std. zu früh. Waaaaas? Wir sind doch in Mexiko!! Zum Glück bin ich gerade in diesem Moment wieder vom Bäcker zurück…

Insofern alles perfekt!

Die Party kann wie geplant beginnen! Und nun ein paar Impressionen:

img_5759 die Hüpfburg – diesmal ein Dinosaurier

img_5767Jonathan und sein Freund Alberto aus Italien

img_6582 das Trampolin – ein Dauerbrenner!

img_6614 startklar zur Schatzsuche

img_5832 es wird gerannt, gespielt und gesucht….

img_6652 hier ist Konzentration und Geschick gefragt

img_6655-2 spannende Aufgaben müssen gelöst werden

img_6682 „Mordida! Mordida!“ – rufen alle Gäste.

Damit wird das Geburtstagskind aufgefordert die Torte -im wahrsten Sinne des Wortes – anzubeißen! Während es das macht, kommen die Freunde von hinten und stupsen das Geburtstagskind kräftig an! Das Ergebnis könnt Ihr Euch vorstellen….Und der Spaß ist groß!

 

Festival del Globo

18.-21. Nov. 2016

Dieses WE findet das wichtigste Ereignis des Jahres statt! Das Festival Internacional del Globo in León. Seit 2002 gibt es dieses Festival und mit jedem Jahr ist es ein Stückchen größer und professioneller geworden.

So kommt es, dass in diesem Jahr täglich 200 Heißluftballons im Parque Metropolitano in die Höhe steigen und ein wunderbares Bild abgeben.

Eingerahmt wird das ganze Spektakel durch unzählige Veranstaltungen, wie Konzerte und Tanzvorstellungen , abendliche Illuminationen und ….Verkehrschaos! (denn die Brückenbauarbeiten direkt vor dem Eingang des Parque Metropolitanos lassen sich nicht wegbeamen. Insofern trifft Großbaustelle auf Großveranstaltung – eine, sagen wir mal, „ungünstige“ Kombination! Zumal wir uns in Mexiko befinden, wo das Autofahren sowieso einen sehr individuellen Charakter hat… 😉 )

Aber wie dem auch sei – wir wollen uns den Spaß nicht entgehen lassen und planen ein Wochenende im Sinne der Heißluftballons.

Bereits Freitag morgen auf dem Weg zur Schule bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Die ersten Ballons lassen sich am Himmel blicken und schweben quasi über uns und die Schule hinweg. Noah und Jonathan sind begeistert.

Insofern sind wir motiviert für Samstag morgen und planen das Aufstehen um 6h. Laut Programm werden die Ballons ab 6:30h klargemacht und man kann damit rechnen, dass sie ab 7h nach und nach abheben. Mit meiner Freundin Adalia und ihrem Sohn Matias sind wir dementsprechend zwischen 7:00h und 7:15h verabredet, um uns den Spaß anzuschauen.

Guter Plan!

Nun zur Realität:

Samstag 6:50 h :

Jonathan kommt aufgeregt ins Schlafzimmer „Mama, Mama, wir haben verschlafen! Mein Wecker hat nicht geklingelt!“ Ich sehe Tränen in seinen Augen. „Gaaaaanz ruhig, wir schaffen das!“ Aber auch ich wundere mich. Es wird schon langsam hell – ein Anzeichen dafür, dass Jonathan Recht haben könnte. Ich blicke auf mein Handy. Komisch, auch mein Wecker hat nicht geklingelt…

???

Keine Zeit zum Nachdenken.

Rapp – zapp wecken wir Noah, schmeissen uns in unsere Klamotten, Zähne putzen lassen wir heute mal ausfallen, gefrühstückt wird im Auto. Trockenes Toast, Banane und Wasser. Das muss reichen.

Um 7:25h sind wir am vereinbarten Ort. Puh, noch kein Ballon zu sehen. Die Kinder sind happy – nix verpasst! Aber irgendwie seltsam, dass noch kein Ballon am Himmel schwebt…

img_0407_1Noch kein Ballon in Sicht!

img_0412_1Adalia, Misato und ich warten gespannt, dass es endlich losgeht, während unsere Jungs vergnügt spielen.

Die Stimmung ist fröhlich. Alle warten gespannt darauf, dass die ersten Heißluftballons emporsteigen. In dicke Decken oder Winterjacken eingemummelt und mit Heißgetränken ausgestattet unterhält sich jeder mit jedem.

img_0414_1Jonathan und Noah mit ihren Freunden Matias und Yugo

Die Sonne ist bereits aufgegangen… als um 8:30h eine Dame die offizielle, traurige Botschaft verkündet: Keine Ballons heute! Der Wind ist zu stark und macht den Start zu gefährlich!

Das gab es noch nie in der Geschichte dieses Festivals! Aber verstehen können diese Entscheidung alle.

Auch wenn die Enttäuschung groß ist, lassen wir uns die Laune nicht verderben. Wir packen unsere sieben Sachen und gehen spontan mit Adalia und Matias frühstücken.

Morgen ist ein neuer Tag. Hoffentlich ohne Wind und mit funktionierendem Wecker… 😃

Sonntag, 6:00h:

Der Wecker klingelt. Aufstehen – waschen – anziehen – Zähne putzen – frühstücken – Kaffee für die Mama – ab ins Auto .

7:00h Gran JardinColibri Plaza. Da! Ganz entspannt.

Ein toller Tag. Es ist klar. Die Sonne geht auf und kurze Zeit später sehen wir die ersten Heißluftballons in den Himmel steigen. Eine unglaubliche Stimmung!

img_0422_1endlich – es geht los!

img_0436_1tolle morgendliche Stimmung

img_0441_1auch Jonathan ist begeistert

img_0444Ich bin hin und weg!

img_0457Eva kommt spontan vorbei

Selbst als die Ballons schon nicht mehr zu sehen sind, herrscht noch eine ruhige Stimmung und wir genießen die Morgensonne und den Blick auf den Parque Metropolitano. Spontan lädt Eva uns zum Frühstück ein. Da können Jonathan, Noah und ich natürlich nicht „nein“ sagen. Wo Papa Schwanke doch leider immer noch auf Dienstreise ist….

Und so gehen wir zusammen zu Eva, lassen uns Brot mit Marmelade, Müsli und Kaffee schmecken. Aber so sehr wir uns bemühen ihre Jungs aus den Betten zu schmeissen – das gelingt uns nicht. 😉

Wie sehr freue ich mich auf pubertierende Kinder, die – so wie ich – gerne laaaaaaaaaange schlafen! Aber das nur nebenbei. 😁

 

Zählen auf Mexikanisch

Oft sind es die Kleinigkeiten, die in Mexiko anders sind als in Deutschland!

Wenn ich im Restaurant 3 Getränke bestelle, brauche ich gar nicht erst den Mund aufzumachen, um mich als Deutsche zu erkennen zu geben. Das geht auch mit den Händen – ganz von allein – ohne dass man es merkt… (ganz abgesehen davon, dass ich als Blondine eh nicht als Mexikanerin durchgehe 😉 )

Seht Ihr den Unterschied?

img_5406Eins

img_5407Zwei

img_5409-2Drei

img_5411Vier

img_5414Fünf („Maaaamaaaa, wie blöd – da ist doch gar kein Unterschied!!“)

img_5415Sechs

img_5417Sieben

img_5418Acht

 

Und wer ist hier der Mexikaner?

Día de Muertos

2. Nov. 2016

Heute feiert ganz Mexiko den Día de Muertos – den Tag der Toten. Was zunächst traurig klingt ist super fröhlich und voller Hingabe.

Der Umgang mit dem Tod ist in Mexiko einfach anders. Mit kreativen, liebevoll geschmückten Altären und fröhlich bunten Festivitäten gedenken die Menschen den verstorbenen Verwandten, Freunden und liebgewonnen Menschen.

mercadito_3Im Zentrum Leóns gibt es spezial für den Dia de Muertos einen kleinen Markt, auf dem man handgemachte Süßigkeiten aus Zuckerguss kaufen kann.

mercadito_2Hier seht Ihr eine Auswahl an kunstvoll hergestellten Figuren, Obst- und Gemüsesorten aus Zuckerguss zum Schlemmern.

mercadito_1Eine wahre Augenweide. Immer wieder entdeckt man Neues. Und alles handgefertigt.

mercadito_altarUnd auch ein Altar wird bereits hergerichtet auf dem kleinen Marktplatz.

 

Die Altäre werden bereits einen Tag VOR dem Día de Muertos fertiggestellt. Das ist wichtig, weil der Brauch sagt, dass die Toten in der Nacht kommen und die Köstlichkeiten verspeisen… Der Gedanke ist in meinen Augen ein bisschen gruselig, aber wenn man mit Mexikanern darüber spricht, werden sie ganz sentimental und haben vor Freude die Tränen in den Augen. So jedenfalls meine Erfahrung.

Insofern empfinde ich die Stimmung als total positiv, voller Zuversicht und Liebe für die verlorenen Menschen. Die Gestaltung der Altäre ist keine Farce. In der Regel macht sich die ganze Familie Gedanken darüber, was der Mensch, dem man den Altar widmet, gerne mochte, getan hat und was ihn ausgemacht hat. Dementsprechend wird ein schönes Foto der Person auf den Altar gestellt dann alles hergerichtet. Ganz persönlich und in den eigenen vier Wänden. Wenn Onkel Siggi zum Beispiel gerne handwerklich aktiv war und fleißig im Haus gearbeitet hat, so schmückt man den Altar z.B. mit einer Bohrmaschine, Nägeln und Schrauben. Hat er gerne ein bestimmtes Bier oder Cola getrunken, so stellt man symbolisch eine Flasche davon auf den Altar. Die Würstchen mit Senf natürlich auch…😉 Hat der Tote gerne Musik gemacht, so kann man die Liederzettel seiner liebsten Songs oder ein bestimmtes Instrument darbringen… Der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Aber was auf keinen Fall fehlen darf sind die Blumen – vorzugsweise Cempasuchil (Studentenblumen) in orange und gelb….

img_5147Diesen Altar haben Schüler und Lehrer in der Schule gestaltet. Er wurde dem bekannten mexikanischen Sänger Juan Gabriel gewidmet. Seht Ihr die Deko? Die echte E-Gitarre hinten rechts hat Jonathan besonders beeindruckt! 😉

humane_2Die Klaviatur wurde aus Reis und schwarzen Bohnen gelegt. Die Instrumente aus Linsen und Bohnen… Das Orangene sind Blüten der Studentenblume…

Auch wenn der Brauch heidnischen Ursprung hat – ich finde ihn toll! Ich finde es einfach schön, dass die Menschen sich so viele Gedanken machen, sich so viel Mühe machen und Zeit nehmen an einen geliebten Menschen zu denken. Und das mit Freude!

walmartDieser Altar wurde bei Walmart (Supermarkt) einer verstorbenen Mitarbeiterin gewidmet. Er steht in mitten der Obst- und Gemüse-Abteilung.

Wer wünscht sich das nicht für sich selbst? Wie cool ist der Gedanke, dass sich nach meinem Tod noch Menschen an mich erinnern, ’ne Party für mich machen und über mich mit meinen Ecken und Kanten, meinen Vorlieben und seltsamen Gewohnheiten sprechen…. Findet Ihr nicht?

 

 

Honores a la Bandera de Mexico

17. Oktober 2016

Heute ist für uns ein besonderer Tag. Noahs Kindergartengruppe ist an der Reihe die „Honores a la Bandera“ zu gestalten. Eine Ehre!

Schon seit 2 Wochen bereiten sich die Kinder auf dieses Ereignis vor.

Die „Honores a la Bandera“ findet in der Schule etwa alle 3 Wochen – immer montags – statt. Zu dieser Feierlichkeit kommen alle Klassen der Schule zusammen, es wird die Nationalhymne gesungen, die mexikanische Flagge getragen und das Land geehrt. Zunächst etwas befremdlich für unsereins. Wo wir Deutschen doch ein etwas gestörtes Verhältnis zum Nationalstolz haben. Ich jedenfalls. Das wird mir immer wieder bewusst.

Hier hingegen ist man stolz auf sein Land. Mexiko und seine Unabhängigkeit werden gefeiert und es wird Flagge gezeigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist authentisch und gefällt mir irgendwie.

Für diesen Montag haben einige Kinder Plakate gestaltet, andere fleißig marschieren geübt und alle zusammen einen Tanz einstudiert. Die geladene Elternschaft ist begeistert! Wir natürlich auch! Seht selbst:

img_6140 Die „Eskorte“ marschiert und trägt die Flagge. Es wird die mex. Nationalhymne gesungen.

img_6146Die wichtigsten Tage des kommenden Monats werden von den Kindern präsentiert. Noah spricht stolz ins Mikrophon.

img_4916Noah zeigt sein selbstgebasteltes Plakat. Mama „durfte“ beim Basteln helfen 😉

img_6163Mit dem Überraschungstanz begeistern die Kleinen alle Anwesenden. Die Stimmung ist super! Hinterher wollen alle eine Zugabe!

img_4903Geschafft! Die Kinder sind glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Fröhliche Stimmung bei Erziehern und Kindern.