Der 3. Besuch aus Deutschland

4.-18. März 2017

Also – wir können uns definitiv nicht beklagen. Wir bekommen unseren 3. Besuch aus Deutschland – diesmal von unseren lieben Freunden aus der Leopardenstraßen ! Während andere Expats berichten, dass ihren Freunden die Reise nach Mexiko zu weit, zu teuer und/oder gar zu gefährlich sei, freuen wir uns sehr über die Reiselust unserer Freunde und Familie ! Das ist richtig schön – und wir wissen den Aufwand und das Interesse an unserem Leben sehr zu schätzen 🙂

Leopardenstr. 6 & 8 in LeónWiedersehen macht Freude – und hungrig 🙂

Mit Katrin, Lutz, Daniel, Lukas und meinem Patenkind Jannis verbringen wir zunächst eine Woche gemeinsam bei uns in León, machen viele schöne Ausflüge, entdecken gemeinsam die Umgebung und lassen sie an unserem Leóner Alltagsleben teilnehmen.

nr-0Jannis und Jonathan wieder vereint – alles ist wie eh und je

img_8380Besuch einer Silbermine in Guanajuato

img_8401der Besuch der Silbermine gleicht eher einer Verkaufsveranstaltung 😉 und ist ziemlich entäuschend – aber wir haben trotzdem Spaß

img_8596Der Besuch im berühmten Mumienmuseum von Guanajuato dagegen ist ausgesprochen spannend – aber nichts für schwache Gemüter…

nr-3Tacos traditionell mexikanisch… mmmh – lecker

nr-2aVerschnaufpause

nr-2Gesteine in sämtlichen Farben+Formen – da freuen sich auch die Kinderherzen und wollen kaufen…

nr-4Jonathan bei Fußballturnier in der Schule. Wir alle kommen zum Anfeuern.

nr-5Jannis darf kurzerhand auch mitspielen und Jonathans Mannschaft verstärken. Das finden alle cool!

img_8606Besuch in Guanajuato-Stadt – Jonathan und Lukas ganz weit vorn

img_8609auf geht’s – hoch zu Ross!

img_8645Jonathan, Lukas und Jannis mit ihrem neuen goldenen Freund

img_8648Daniel, Katrin, Lukas, Dorte mit Jonathan, Lutz mit Jannis (Papa Frank muss leider arbeiten und Noah verbringt den Tag bei seiner Freundin Mirella)

img_8622Katrin auf der Suche nach ihrer lieben Familie 😉 – oben mittig seht Ihr die Pipila Statue

img_8485auch das Zentrum von León ist es wert besucht zu werden

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img_8567im Lederviertel von León kann man das ein oder andere Schnäppchen machen. Daniel hat die Qual der Wahl.

img_8706während Jonathan und Noah zur Schule gehen,  machen Jannis und ich ein Picknick im Garten! Herrlich!

img_8511Der Parque Metropolitano lädt zum Klettern und Toben ein

Dann fliegen wir für eine eine Woche an die schönsten Strände Mexikos. Das Ziel heißt Akumal und liegt südlich von Cancún – dem Urlaubsziel Nr. 1 in Mexiko.

img_9116Noah

img_9110Jonathan

img_8799Jannis entdeckt einen Einsiedlerkrebs

img_8982die Mayastätte Tulum

img_9012beeindruckend…

img_8999… und sehr interessant. Mit Guide macht der Rundgang definitiv noch mehr Spaß und wir erfahren viel Neues über die Mayakultur

img_8973auch die Abende sind lustig 😉

img_9150Strandfreuden in Akumal

img_9142Daniel – ohne Worte

img_8841Jonathan hüpft ganz mutig ins kühle Nass (diese Cenote ist definitiv ein Geheimtipp)

The highest pyramid of Cobádie höchste Pyramide der Mayastätte Coba – sie darf auch noch bestiegen werden

Wir verbringen tolle Tage! Die Zeit vergeht wie im Flug und doch kommt sie mir auch lange vor, da wir so viele schöne Dinge miteinander erleben, jeder Tag neue Überraschungen mit sich bringt, wir Zeit zum Schnacken und Lachen haben und sich einfach alle gut verstehen. Freundschaft ist eben Freundschaft. Sie besteht – auch über viele 1000 Kilometer hinweg. Das merken auch die Kinder. Und das erfreut mich sehr! 😊

Yal-Ku Lagune

 

Der 2. Besuch aus Deutschland

04.-12. Februar 2017

Jared und Christine sind da! Juhu!

Wir verbringen 3 schöne Tage zusammen bei uns in León, bevor wir uns dann aufmachen in Richtung Pazifik! Wie auch schon im letzten Jahr zieht es uns wieder nach Sayulita, den kleinen Hippi-Ort im Bundesstaat Nayarit.

Aber nun gibt’s ein paar Highlights unserer gemeinsamen Zeit:

img_7379Ausflug nach Guanajuato

img_7338Leider muss Frank arbeiten und kann nicht dabei sein.

img_7321Die Umgebung ist bekannt für ihre vielen Minen.

img_7314ohne Worte

 

Sayulita:

img_7611von Punta de Mita aus fahren wir mit dem Boot zu den Islas Marietas

img_7581eine kurze Abkühlung inbegriffen. Auf ausgiebiges Schnorcheln verzichten wir diesmal. Das Wasser ist aaaa….kalt.

img_7579Jonathan traut sich kurz ins Wasser.

img_7495Wir haben Glück und sehen Wale und Delfine. Ganz nah am Boot. Sie sind mit ihrem Nachwuchs derzeit auf dem Weg zurück in Richtung Norden!

Die Zeit scheint stehen zu bleiben, als wir die Wale beobachten. Sie strahlen eine unglaubliche Ruhe aus. Einfach faszinierend!

img_7642 es schmeckt!

img_7669Während Jared und Christine heute einen Strandtag einlegen, machen wir einen Bootsausflug zum Angeln

img_7721Noah und Frank sind erfolgreich!

img_7757sie kam…

img_7746angelte…

img_7765und siegte!

Fisch Nr. 2 an Bord!!

img_7839unsere ständigen Begleiter – die Pelikane!

img_7716Männerglück!

img_7795Da hat Papa aber mitgeholfen 😉

Um Missverständnisse zu vermeiden: Nein – das ist nicht der gleiche Fisch auf allen Fotos!! 🙂

img_7781Ceviche direkt an Bord… Mmmmh. Lecker

Und ratet mal, was am Abend auf der Speisekarte steht?

Richtig! Makrele!

Und alle futtern mit!

Sonntag müssen wir leider schon wieder abreisen. Die Zeit ist gerast! Jared und Christine dürfen noch 2 weitere Wochen Urlaub in Mexiko verbringen.

Aber es war suuuuper! Eine Woche voller Gespräche, Entspannung, Tequila, Sonne und Meer! Was wünscht man sich mehr mit langjährigen Freunden?

Jonathan wird 8

6. Dez. 2016

Schon seit Wochen fiebert Jonathan seinem 8. Geburtstag entgegen. Heute ist es endlich soweit. Bereits um 6:30h steht Jonathan an unserem  Bett und fragt ob er seine Geschenke auspacken darf.

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Die heißersehnte Nurf und Bücher von Cowboy Klaus lassen ihn bis über beide Ohren strahlen. Glücklich und zufrieden geht’s auf in die Schule. Um 9h mache auch mich auf in Richtung Klassenzimmer – bewaffnet mit jeder Menge Fotos und einem leckeren selbstgebackenen Apfelkuchen. Vorher hole ich noch Noah aus seiner Kita-Gruppe. Denn auch er darf mit und Jonathans Geburtstag feiern.

img_5736 anhand einer kleinen Weltkugel und vielen Fotos von Jonathan wird ihm nochmal vor Augen geführt, wie lange er nun schon lebt und was er in dieser Zeit schon alles erlebt hat.

img_5838 sein Wunsch-Geburtstagskuchen: „Apfelkuchen a la Mama“

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7. Dez. 2016

Die große Geburtstagsparty steht ins Haus. 11 Jungen und ein Mädchen feiern heute mit Jonathan seinen Geburtstag. Mit zwei Autos holen wir alle Kinder direkt nach der Schule ab, um bei uns zu feiern.

img_6572 die Stimmung ist grenzenlos gut!

Nach einem aufregenden Vormittag, bin ich froh, dass wir es rechtzeitig geschafft haben an der Schule zu sein. Die Hüpfburg kam nach 3-maligem Anrufen – fast pünktlich – 2 Stunden zu spät hier an! Dafür habe ich in der Zwischenzeit schon ungefähr 30 Luftballons aufgepustet….Mein ausgeklügelter Zeitplan außer Kontrolle. Aber das kenne ich ja schon und man wird mit der Zeit flexibel. Die Geburtstagstorte hole ich also wiederrum 1.5 Std zu spät beim Bäcker ab….und muss noch 10min warten, weil sie gerade erst fertig gestellt wird…. definitiv frisch gebacken!

Nur der freundlicher Herr, der die Hotdogs und Hamburger liefert kommt 1/2 Std. zu früh. Waaaaas? Wir sind doch in Mexiko!! Zum Glück bin ich gerade in diesem Moment wieder vom Bäcker zurück…

Insofern alles perfekt!

Die Party kann wie geplant beginnen! Und nun ein paar Impressionen:

img_5759 die Hüpfburg – diesmal ein Dinosaurier

img_5767Jonathan und sein Freund Alberto aus Italien

img_6582 das Trampolin – ein Dauerbrenner!

img_6614 startklar zur Schatzsuche

img_5832 es wird gerannt, gespielt und gesucht….

img_6652 hier ist Konzentration und Geschick gefragt

img_6655-2 spannende Aufgaben müssen gelöst werden

img_6682 „Mordida! Mordida!“ – rufen alle Gäste.

Damit wird das Geburtstagskind aufgefordert die Torte -im wahrsten Sinne des Wortes – anzubeißen! Während es das macht, kommen die Freunde von hinten und stupsen das Geburtstagskind kräftig an! Das Ergebnis könnt Ihr Euch vorstellen….Und der Spaß ist groß!

 

Festival del Globo

18.-21. Nov. 2016

Dieses WE findet das wichtigste Ereignis des Jahres statt! Das Festival Internacional del Globo in León. Seit 2002 gibt es dieses Festival und mit jedem Jahr ist es ein Stückchen größer und professioneller geworden.

So kommt es, dass in diesem Jahr täglich 200 Heißluftballons im Parque Metropolitano in die Höhe steigen und ein wunderbares Bild abgeben.

Eingerahmt wird das ganze Spektakel durch unzählige Veranstaltungen, wie Konzerte und Tanzvorstellungen , abendliche Illuminationen und ….Verkehrschaos! (denn die Brückenbauarbeiten direkt vor dem Eingang des Parque Metropolitanos lassen sich nicht wegbeamen. Insofern trifft Großbaustelle auf Großveranstaltung – eine, sagen wir mal, „ungünstige“ Kombination! Zumal wir uns in Mexiko befinden, wo das Autofahren sowieso einen sehr individuellen Charakter hat… 😉 )

Aber wie dem auch sei – wir wollen uns den Spaß nicht entgehen lassen und planen ein Wochenende im Sinne der Heißluftballons.

Bereits Freitag morgen auf dem Weg zur Schule bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Die ersten Ballons lassen sich am Himmel blicken und schweben quasi über uns und die Schule hinweg. Noah und Jonathan sind begeistert.

Insofern sind wir motiviert für Samstag morgen und planen das Aufstehen um 6h. Laut Programm werden die Ballons ab 6:30h klargemacht und man kann damit rechnen, dass sie ab 7h nach und nach abheben. Mit meiner Freundin Adalia und ihrem Sohn Matias sind wir dementsprechend zwischen 7:00h und 7:15h verabredet, um uns den Spaß anzuschauen.

Guter Plan!

Nun zur Realität:

Samstag 6:50 h :

Jonathan kommt aufgeregt ins Schlafzimmer „Mama, Mama, wir haben verschlafen! Mein Wecker hat nicht geklingelt!“ Ich sehe Tränen in seinen Augen. „Gaaaaanz ruhig, wir schaffen das!“ Aber auch ich wundere mich. Es wird schon langsam hell – ein Anzeichen dafür, dass Jonathan Recht haben könnte. Ich blicke auf mein Handy. Komisch, auch mein Wecker hat nicht geklingelt…

???

Keine Zeit zum Nachdenken.

Rapp – zapp wecken wir Noah, schmeissen uns in unsere Klamotten, Zähne putzen lassen wir heute mal ausfallen, gefrühstückt wird im Auto. Trockenes Toast, Banane und Wasser. Das muss reichen.

Um 7:25h sind wir am vereinbarten Ort. Puh, noch kein Ballon zu sehen. Die Kinder sind happy – nix verpasst! Aber irgendwie seltsam, dass noch kein Ballon am Himmel schwebt…

img_0407_1Noch kein Ballon in Sicht!

img_0412_1Adalia, Misato und ich warten gespannt, dass es endlich losgeht, während unsere Jungs vergnügt spielen.

Die Stimmung ist fröhlich. Alle warten gespannt darauf, dass die ersten Heißluftballons emporsteigen. In dicke Decken oder Winterjacken eingemummelt und mit Heißgetränken ausgestattet unterhält sich jeder mit jedem.

img_0414_1Jonathan und Noah mit ihren Freunden Matias und Yugo

Die Sonne ist bereits aufgegangen… als um 8:30h eine Dame die offizielle, traurige Botschaft verkündet: Keine Ballons heute! Der Wind ist zu stark und macht den Start zu gefährlich!

Das gab es noch nie in der Geschichte dieses Festivals! Aber verstehen können diese Entscheidung alle.

Auch wenn die Enttäuschung groß ist, lassen wir uns die Laune nicht verderben. Wir packen unsere sieben Sachen und gehen spontan mit Adalia und Matias frühstücken.

Morgen ist ein neuer Tag. Hoffentlich ohne Wind und mit funktionierendem Wecker… 😃

Sonntag, 6:00h:

Der Wecker klingelt. Aufstehen – waschen – anziehen – Zähne putzen – frühstücken – Kaffee für die Mama – ab ins Auto .

7:00h Gran JardinColibri Plaza. Da! Ganz entspannt.

Ein toller Tag. Es ist klar. Die Sonne geht auf und kurze Zeit später sehen wir die ersten Heißluftballons in den Himmel steigen. Eine unglaubliche Stimmung!

img_0422_1endlich – es geht los!

img_0436_1tolle morgendliche Stimmung

img_0441_1auch Jonathan ist begeistert

img_0444Ich bin hin und weg!

img_0457Eva kommt spontan vorbei

Selbst als die Ballons schon nicht mehr zu sehen sind, herrscht noch eine ruhige Stimmung und wir genießen die Morgensonne und den Blick auf den Parque Metropolitano. Spontan lädt Eva uns zum Frühstück ein. Da können Jonathan, Noah und ich natürlich nicht „nein“ sagen. Wo Papa Schwanke doch leider immer noch auf Dienstreise ist….

Und so gehen wir zusammen zu Eva, lassen uns Brot mit Marmelade, Müsli und Kaffee schmecken. Aber so sehr wir uns bemühen ihre Jungs aus den Betten zu schmeissen – das gelingt uns nicht. 😉

Wie sehr freue ich mich auf pubertierende Kinder, die – so wie ich – gerne laaaaaaaaaange schlafen! Aber das nur nebenbei. 😁

 

Día de Muertos

2. Nov. 2016

Heute feiert ganz Mexiko den Día de Muertos – den Tag der Toten. Was zunächst traurig klingt ist super fröhlich und voller Hingabe.

Der Umgang mit dem Tod ist in Mexiko einfach anders. Mit kreativen, liebevoll geschmückten Altären und fröhlich bunten Festivitäten gedenken die Menschen den verstorbenen Verwandten, Freunden und liebgewonnen Menschen.

mercadito_3Im Zentrum Leóns gibt es spezial für den Dia de Muertos einen kleinen Markt, auf dem man handgemachte Süßigkeiten aus Zuckerguss kaufen kann.

mercadito_2Hier seht Ihr eine Auswahl an kunstvoll hergestellten Figuren, Obst- und Gemüsesorten aus Zuckerguss zum Schlemmern.

mercadito_1Eine wahre Augenweide. Immer wieder entdeckt man Neues. Und alles handgefertigt.

mercadito_altarUnd auch ein Altar wird bereits hergerichtet auf dem kleinen Marktplatz.

 

Die Altäre werden bereits einen Tag VOR dem Día de Muertos fertiggestellt. Das ist wichtig, weil der Brauch sagt, dass die Toten in der Nacht kommen und die Köstlichkeiten verspeisen… Der Gedanke ist in meinen Augen ein bisschen gruselig, aber wenn man mit Mexikanern darüber spricht, werden sie ganz sentimental und haben vor Freude die Tränen in den Augen. So jedenfalls meine Erfahrung.

Insofern empfinde ich die Stimmung als total positiv, voller Zuversicht und Liebe für die verlorenen Menschen. Die Gestaltung der Altäre ist keine Farce. In der Regel macht sich die ganze Familie Gedanken darüber, was der Mensch, dem man den Altar widmet, gerne mochte, getan hat und was ihn ausgemacht hat. Dementsprechend wird ein schönes Foto der Person auf den Altar gestellt dann alles hergerichtet. Ganz persönlich und in den eigenen vier Wänden. Wenn Onkel Siggi zum Beispiel gerne handwerklich aktiv war und fleißig im Haus gearbeitet hat, so schmückt man den Altar z.B. mit einer Bohrmaschine, Nägeln und Schrauben. Hat er gerne ein bestimmtes Bier oder Cola getrunken, so stellt man symbolisch eine Flasche davon auf den Altar. Die Würstchen mit Senf natürlich auch…😉 Hat der Tote gerne Musik gemacht, so kann man die Liederzettel seiner liebsten Songs oder ein bestimmtes Instrument darbringen… Der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Aber was auf keinen Fall fehlen darf sind die Blumen – vorzugsweise Cempasuchil (Studentenblumen) in orange und gelb….

img_5147Diesen Altar haben Schüler und Lehrer in der Schule gestaltet. Er wurde dem bekannten mexikanischen Sänger Juan Gabriel gewidmet. Seht Ihr die Deko? Die echte E-Gitarre hinten rechts hat Jonathan besonders beeindruckt! 😉

humane_2Die Klaviatur wurde aus Reis und schwarzen Bohnen gelegt. Die Instrumente aus Linsen und Bohnen… Das Orangene sind Blüten der Studentenblume…

Auch wenn der Brauch heidnischen Ursprung hat – ich finde ihn toll! Ich finde es einfach schön, dass die Menschen sich so viele Gedanken machen, sich so viel Mühe machen und Zeit nehmen an einen geliebten Menschen zu denken. Und das mit Freude!

walmartDieser Altar wurde bei Walmart (Supermarkt) einer verstorbenen Mitarbeiterin gewidmet. Er steht in mitten der Obst- und Gemüse-Abteilung.

Wer wünscht sich das nicht für sich selbst? Wie cool ist der Gedanke, dass sich nach meinem Tod noch Menschen an mich erinnern, ’ne Party für mich machen und über mich mit meinen Ecken und Kanten, meinen Vorlieben und seltsamen Gewohnheiten sprechen…. Findet Ihr nicht?

 

 

Honores a la Bandera de Mexico

17. Oktober 2016

Heute ist für uns ein besonderer Tag. Noahs Kindergartengruppe ist an der Reihe die „Honores a la Bandera“ zu gestalten. Eine Ehre!

Schon seit 2 Wochen bereiten sich die Kinder auf dieses Ereignis vor.

Die „Honores a la Bandera“ findet in der Schule etwa alle 3 Wochen – immer montags – statt. Zu dieser Feierlichkeit kommen alle Klassen der Schule zusammen, es wird die Nationalhymne gesungen, die mexikanische Flagge getragen und das Land geehrt. Zunächst etwas befremdlich für unsereins. Wo wir Deutschen doch ein etwas gestörtes Verhältnis zum Nationalstolz haben. Ich jedenfalls. Das wird mir immer wieder bewusst.

Hier hingegen ist man stolz auf sein Land. Mexiko und seine Unabhängigkeit werden gefeiert und es wird Flagge gezeigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist authentisch und gefällt mir irgendwie.

Für diesen Montag haben einige Kinder Plakate gestaltet, andere fleißig marschieren geübt und alle zusammen einen Tanz einstudiert. Die geladene Elternschaft ist begeistert! Wir natürlich auch! Seht selbst:

img_6140 Die „Eskorte“ marschiert und trägt die Flagge. Es wird die mex. Nationalhymne gesungen.

img_6146Die wichtigsten Tage des kommenden Monats werden von den Kindern präsentiert. Noah spricht stolz ins Mikrophon.

img_4916Noah zeigt sein selbstgebasteltes Plakat. Mama „durfte“ beim Basteln helfen 😉

img_6163Mit dem Überraschungstanz begeistern die Kleinen alle Anwesenden. Die Stimmung ist super! Hinterher wollen alle eine Zugabe!

img_4903Geschafft! Die Kinder sind glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Fröhliche Stimmung bei Erziehern und Kindern.

San Miguel de Allende

23.-24. Sept. 2016

Wir fahren nach San Miguel de Allende! Jippi!

Eine der häufigst gestellten Fragen, die ich bekomme, ist : Wart ihr schon in San Miguel? Bislang musste ich das immer verneinen. Aber heute ist es endlich soweit.

Jonathan und Noah dürfen eine Nacht bei ihren Freunden Paola und Luis schlafen und wir fahren das erste Mal – seit wir hier in Mexiko leben – alleine weg. Aufregend!

Unsere Freunde Sissi und José Luis holen uns (fast 😉 ) pünktlich um 16:30h ab. Gut gelaunt und voller Tatendrang  geht’s gemeinsam los.

San Miguel de Allende liegt etwa 2 Autostunden von León entfernt und ist DIE Touristenhochburg in der Umgebung. Sie trägt den Titel Weltkulturerbe und zählt zu den „Magischen Orten“ in Mexiko. Viele Amerikaner haben sich dort niedergelassen, kommen zum Heiraten oder für ein verlängertes WE vorbei.

img_6003Parroquia de San Miguel Arcángel

img_4453Der „Plaza Mayor“ befindet sich direkt gegenüber der Kathedrale

Das Städtchen ist nicht groß, dafür um so schöner. Die alten Häuser sind geschmackvoll hergerichtet und man befindet sich in einem reizvollen Spannungsfeld zwischen typisch mexikanischem Handwerk und hochwertiger Kunst. Hinter den alten Fassaden verbergen sich viele Überraschungen.

Tolle Cafés, schöne Restaurants, Gallerien, stilvolle Boutiquen und Geschäfte mit Nippes bieten eine große Abwechslung. Wer sich für Interiör-Design interessiert, kommt hier auf jeden Fall voll auf seine Kosten.

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img_4492typisch mexikanisch Essen

img_4495mmmh

 

Mit Sissi und José Miguel verbringen wir eine entspannte, super schöne Zeit. In ihnen haben wir tatsächlich richtig gute Freunde gefunden. Das hat sich hier nochmal bestätigt und freut uns natürlich sehr.

img_4474Männergespräche

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Pläne für weitere gemeinsame Unternehmungen – mit und ohne Kinder – haben wir bereits geschmiedet! Lasst Euch überraschen! Ich werde bestimmt davon berichten.

Oktoberfest in León

25.09.2016

Heute gehen wir zum Oktoberfest.

Was ich in Deutschland bislang erfolgreich vermieden habe, wird hier nichtig.

Ich freue mich sogar auf das Ereignis. Um nicht zu sagen, ich war die Initiatorin zu diesem Event!!! Wahrscheinlich ist es unbewusst die Sehnsucht nach Heimat 😉 (obwohl ich mich im Süden Deutschlands eigentlich nie heimatlich gefühlt habe. Naja.)

Wie auch immer, pünktlich um 14:30h stehen wir am Eingang zum „Festzelt“ und werden schon freudig von unseren Freunden erwartet. Während Jonathan und Noah gleich abdampfen zum Fußballspielen, testen wir erstmal das zünftige deutsche Essen und sind begeistert. Meine Wurst schmeckt super und die Haxe von Frank ist ein Gedicht! Und auch das Sauerkraut übertrifft das ein oder andere Kraut, dass ich in Deutschland vor die Nase gesetzt bekommen habe. Richtig lecker!

IMG_4517Frank glücklich!

IMG_4521Noah satt!

Die Zeit vergeht wie im Flug. Auch wenn das Bier nicht in Maßkrügen serviert wird, schmeckt es herrlich und die Stimmung ist gut. Wir lernen viele nette – und ein paar komische 😉 – Menschen aus Deutschland, Österreich und Mexiko kennen.

IMG_4514Leckereien vom deutschen Bäcker gibt’s  natürlich auch! Mmmmh!

Zwar ist es irgendwie seltsam zu sehen, wie Mexikaner und Japaner zu „Es steht ein Pferd auch dem Flur“ in einer Polonese durchs Festzelt ziehen und hinterher noch „Hier fliegen gleich die Löcher aus dem Käse“ krakelen, aber – so what ? – ist doch authentisch. Ich glaube, in München ist das auch nicht anders, oder? Die Freude steht jedenfalls allen ins Gesicht geschrieben und eine heiße Mexikanerin im Dirndl sieht man auch nicht alle Tage 😃

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Und interessanterweise sind doch viele der Leute tatsächlich schon mal in München auf dem Oktoberfest gewesen oder haben anderweitig irgendeinen Bezug zu Deutschland… Das finde ich sehr spannend!

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Aus den ursprünglich geplanten 2 Stündchen werden ein paar mehr, bis wir quasi fast als Letzte aus dem Zelt gefegt werden…

Ein gelungener Sonntag! Das findet auch mein Mann 😊

 

 

 

Sayulita – Urlaub

10.-17. September

Wir nutzen die Gunst der Stunde für einen kleinen aber feinen Familienurlaub. Der 16. September ist mexikanischer Unabhängigkeitstag und insofern Feiertag. Da Franks Terminkalender keine Dienstreise oder besondere Besucher im Werk verzeichnet, können wir diese Woche Urlaub machen. Auch die Schule hat der Abwesenheit der Kinder zugesagt und uns schöne Ferien gewünscht. 😀

Die haben wir!

Unser Ziel: Sayulita. Der kleine Hippi-Ort am Pazifik hat es uns schon im Juli bei einem Tagestrip angetan.  Jetzt verbringen wir eine Woche in einem kleinen Ferienappartment in typisch mexikanischem Stil am Hang von Sayulita und fühlen uns pudelwohl.

Wir können alles zu Fuß machen. Ein Luxus, den wir – seit wir in León leben – besonders zu schätzen wissen.

Der Strand liegt direkt vor der Tür, wir gehen 5 min ins Dorf und finden neben vielen kleinen Restaurants unzählige Läden mit Kunsthandwerk und handgemachten Klamotten.

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Ganz individuelle Geschäfte mit Nippes, Verrücktem, Einmaligem und wunderschönem „Zeug“. Eine Augenweide für mich, wo ich doch in León hauptsächlich in großen „Malls“ einkaufen muss. Eine „Altstadt“ gibt es dort in dem Sinne nicht.

Da wir ja im Juli bereits so viel Spaß beim gemeinsamen Schnorcheln hatten, nutzen wir auch diesmal die Gelegenheit zu einem Bootstrip mit Schorchelmöglichkeit. Diesmal in Kombination mit Angeln und Speer-Fishing.

Der Trip ist ein voller Erfolg – auch wenn es zu Beginn ganz anders aussieht. Als wir pünktlich um 8:30h am Strand stehen, muss das Boot erst noch „sauber und startklar“ gemacht werden.

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Die üblichen mexikanischen 10 min dauern eine Dreiviertelstunde. Eigentlich kennen wir das ja schon und trotzdem frage ich mich, warum wir uns morgens beim Frühstück so beeilt haben…🤔 deutsch bleibt scheinbar irgendwie deutsch 😉 . Aber unsere Guides sind nett und fröhlich und so genießen wir einfach die morgendlich ruhige Stimmung am Strand und beobachten die vielen Pelikane, die um uns herum geschickt auf Fischfang sind.

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Dann machen wir es den Pelikanen nach und fangen erstmal unsere Köder fürs spätere Angeln. Mit einem großen Netz bewaffnet beobachten wir, wo die Pelikane ihre Beute erjagen und werfen dann das Netz genau dort aus.

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Nach ein paar gescheiterten Versuchen sind wir erfolgreich! Nun kann es endlich richtig losgehen.

IMG_4190Jede Menge Sardinen im Netz!

IMG_4216Jonathan darf am Ruder sitzen. Das ist cool.

IMG_4221Mama fängt den ersten dicken Brocken – eine Goldmakrele

IMG_4209Dann ist auch Jonathan erfolgreich – gleich 2 Red Snapper beißen nacheinander an

IMG_4205Aber glitschig sind die Fische schon…

IMG_4223Noah ist auch ganz begeistert. Aber für ihn ist das Schnorcheln das Highlight der Tour.

Zwei Red Snapper (Jonathan), eine Goldmakrele (Dorte)  und eine Stachelmakrele (Frank) nehmen wir mit nach Hause. Die restliche Fische dienen als Mittagessen für die Familien unserer Guides. Alle sind glücklich…

… und werden satt!

IMG_4230der stolze Angler präsentiert seine Fischfilets

IMG_4219Die Köche

IMG_4218mmmmh – lecker!

Die restlichen Tage verbringen wir faul am Strand. Wir schwimmen, schnorcheln, tauchen und versuchen uns im Stand-Up-Paddeling.

IMG_4277liegt direkt neben einem alten Friedhof…

IMG_4279…und gefällt uns super!

IMG_4293UNO-Spielen macht auch Spaß am Strand

FullSizeRender (4)Dieses Bild hat Jonathan selbst bearbeitet!

IMG_4296Auch für Nahrung ist gesorgt. Frank puhlt die frisch gegrillten Garnelen.

IMG_4342SUP klappt erstaunlich gut und macht Spaß!

Was will man mehr?

 

Fazit:

IMG_4341happy!

 

 

 

Ein volles, superschönes Wochenende

02.-04. September 2016

Dieses Wochenende ist mir eigentlich zu voll!

Kennt Ihr das? Alle Termine knubbeln sich an einem WE und eigentlich würde man einfach nur gern faul vor dem Fernseher abhängen.

Aber Absagen kommt nicht in Frage. Jede einzelne Veranstaltung ist uns wichtig.

Insofern schmeißen wir uns Freitag Abend in Schale und machen uns auf zur Geburtstagsparty von Rebecca. Rebecca hat eine Relocation-Agentur hier in León und ist uns – besonders am Anfang – mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Mittlerweile ist Rebecca mehr als eine Business-Bekanntschaft.

Der Abend gestaltet sich als sehr lustig. Wir sitzen am „Europa-Tisch“ mit netten Leuten aus Italien und Frankreich. Gesprochen wird ein Mix aus Spanisch, Englisch, Italienisch, Deutsch und Französisch. So quatsche ich z.B. lange mit Delphine, einer netten Französin, die ihre Kinder auf der gleichen Schule hat wie wir und erst vor 2 Wochen mit ihrem Mann hierhergezogen ist. Da sie kein Deutsch spricht und ich kein Französisch kann, sprechen wir Spanisch. Das klappt super, da unser Kenntisstand in etwa gleich (schlecht ;-)) ist. Wir haben uns bestimmt nicht zum letzten Mal getroffen. Telefonnummern sind ausgetauscht.

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Ebenso mit Manuela, einer lustigen Italienerin, die 5 Jahre mit ihrem Mann im schönen Odenwald gelebt hat und daher super deutsch spricht. Auch sie werde ich bestimmt wiedersehen.

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Die Zeit verfliegt. Gegen 1h morgens brechen wir auf. Ich hätte noch länger bleiben können, aber Frank will nach Hause. Der Jetlag ist noch nicht ganz überwunden. Das kann ich, als verständnisvolle Ehefrau 🙂 , natürlich verstehen.

Samstag:

Vero und Bert haben uns zu einer kleinen Hauseinweihungsparty eingeladen. 5 Familien plus Kinder sind eingeladen. Es gibt Chiles en Nogada – eine mexikanische Spezialität, die es nur im September gibt, da Gemüse der Saison, wie z.B Granatapfel, Pfirsich und Quitte verarbeitet werden. Ein Gaumenschmaus!

IMG_3981Chiles en Nogada – mmmmmh, lecker! Dieses Gericht wir übrigens kalt serviert.

IMG_3965Vero, die Chefköchin!

Der Nachmittag gestaltet sich als sehr lustig und entspannt. Da die Kinder sich mittlerweile alle kennen, können die Erwachsenen in Ruhe essen, klönen und Tequila trinken. Was will man mehr?

IMG_3970Auch dem Gastgeber Bert und meinem holden Mann Frank schmecken die Chiles. Auch Nr. 2 und 3 werden verputzt.

IMG_5681Ausnahmezustand: Annett (rechts) probiert Tequila!

IMG_5686fröhliche Stimmung

IMG_3974Annett (meine deutsche Freundin)  und Eva (meine Spanischlehrerin) genießen sichtlich Speis und Trank…

 

 

Sonntag schlafen wir erstmal aus -oder sagen wir lieber – ICH schlafe aus 😉

Meine männlichen Mitbewohner sind bereits früh auf den Beinen und genießen den sonnigen Morgen im Garten.

Gemeinde lassen wir heute mal ausfallen. Auch wenn der Gottesdienst hier erst um 11h beginnt (offiziell um 11h! Praktisch fängt’s – ganz mexikanisch – eigentlich erst um 11:30h an. 🙂 ) wollen wir alle Fünfe gerade sein lassen, gemütlich frühstücken, ein bisschen schwimmen und den Tag gaaaaanz langsam angehen lassen…

Um halb drei bekommen wir dann Besuch. Sissi und José Luis mit ihren 3 Söhnen Pablo, Esteban und Javier kommen zum Grillen. Insofern kommt Leben in die Bude! Sissi und José Luis haben wir durch unsere Nachbarn schon ganz zu Beginn unserer Zeit hier kennengelernt (s. Beitrag: Willkommen in der Nachbarschaft – Teil 2) und es macht immer wieder Spaß sie zu treffen, denn auch unsere Jungs verstehen sich ganz gut. Da Sissi deutsche Vorfahren hat war die ganze Familie diesen Sommer auf Deutschlandtour. Spannend zu hören, wie es allen gefallen hat und was sie so erlebt haben. Der Nachmittag vergeht wie im Flug und endet damit, dass wir gefragt werden, ob wir nicht mal Lust haben -ohne Kinder- ein WE mit den beiden in San Miguel de Allende zu verbringen! Eine super Idee finden wir. San Miguel de Allende steht nämlich ganz oben auf unserer Wunschliste an Besichtigungsorten in der Umgebung.

Mal schauen, wie wir das realisiert bekommen… denn Oma und Opa wohnen ja leider nicht gerade um die Ecke… Und wem mag man sonst seine Kinder über Nacht anvertrauen??