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Post, Rechnungen & Co

Ich habe ja schon einmal darüber berichtet, dass die Post hier in Mexico eher unzuverlässig ist. Schon mehrfach ist es vorgekommen, dass Rechnungen so spät kamen, dass die Zahlungsfrist bereits verstrichen war oder sie gar nicht erst ins Haus flatterten.

Mein Bruder, ganz deutsch, kann sich das kaum vorstellen und hat daher einen Versuchsballon gestartet. Die Kommunions-Danksagungskarte seiner Tochter ging im Mai ganz altmodisch auf Reise. Angekommen ist noch nichts. Heute ist der 1. September.

Aber das nur nebenbei.

In den vergangenen Tagen hatte ich gleich 2x das Vergnügen wegen unbezahlter Rechnungen offline zu sein.

Zunächst war es das Internet, dass am Donnerstag abend von jetzt auf gleich gekappt wurde. Nachdem ich 2 Stunden erfolglos versucht habe, wieder eine Verbindung herzustellen, versuche ich die Hotline anzurufen. Als ich das Festnetztelefon benutzen will, sagt mir eine freundliche Stimme, dass dies nicht möglich sei. Da fällt mir ein, dass ich in diesem Monat noch gar keine Rechnung erhalten habe.

Nach einem Check meiner Unterlagen ist mir klar: wir haben nicht bezahlt. Aber ohne Rechnung? Sowas wie Dauerauftrag oder Einzugsermächtigung gibt es zwar, ist aber mit Tücken verbunden und daher nicht empfehlenswert. (Es sei denn man hat Geld zu verschenken 😉 ) Daher gehe ich jeden Monat nach Erhalt der Rechnung brav zu Oxxo und bezahle dort in bar.

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Oxxo ist eine der meist bekannten Supermarktketten in Mexiko mit vielen kleinen Geschäften, in denen du quasi alles kaufen kannst. Von Chips, über Windeln bis zum frisch belegten Sandwich. Oxxo gibt’s an jeder Ecke und hat irgendwie immer geöffnet. Die Läden selbst erinnern mich immer an Tankstellen-Shops in Deutschland.

Da ich aber keine Rechnung habe, geht Oxxo diesmal nicht. Ich muss direkt zu Telmex, dem Telefonanbieter, fahren. Aber wo sitzen die?

Ich meine mich daran erinnern zu können im Plaza Mayor (unserem Einkaufzentrum) eine Filiale gesehen zu haben. Nachdem mir auch Annett – natürlich per whatsapp – bestätigt hat, dass sich dort eine Filiale befindet, beschließe ich am nächsten Tag tätig zu werden.

Freitag vormittag: Leider muss ich feststellen, dass es sich bei dem besagten Geschäft nicht um eine Filiale von Telmex handelt, sondern um eine von Telcel. Telcel ist mein Mobilfunk-Anbieter. Mein Handy aber funktioniert.

Interessanterweise schicken mich sämtliche Leute, die ich im Plaza Mayor anspreche und um Hilfe nach der Suche der Telmex-Filiale bitte zu Telcel. Ich bin wohl nicht die einzige, die da was durcheinanderwirft…. 😉

Beim weiteren Schlendern durch den Plaza Mayor höre ich plötzlich wie mein Name gerufen wird. Ich drehe mich um – und vor mir steht Maca.

Maca zähle ich inzwischen zu meinen Freunden. Ihre beiden Mädels, Miranda und Miréla sind so alt wie Jonathan und Noah und beide gehen in die gleichen Klassen.  Miréla ist Noahs beste Freundin.

Auf meine Frage hin wo Telmex ist, führt auch Maca mich zielgerichtet zu Telcel. 🙂 Wir beömmeln uns vor Lachen als wir vor dem Laden stehen, aber immerhin hat Maca die glorreiche Idee bei Telcel nach der Telmex-Filiale zu fragen. (hätte ich ja auch mal drauf kommen können…) Nach einigen Internetrecherchen des freundlichen Personals bekommen wir eine Adresse. Leider am anderen Ende der Stadt.

Also, hinfahren, Schlange stehen, bezahlen… 1 Std. später bin ich wieder online. So einfach kann es gehen.

Aber der Vormittag ist um!

Montag habe ich dann ein Déjàvu. Das gleiche „Spiel“ mit meinem Handy. Kein Netz mehr. Diesmal muss ich gar nicht nach der Rechnung suchen… und zum Glück kenne ich bereits den Weg zur Telcel-Filiale 😉 Ich gehe also direkt dort hin, gehe nicht über LOS und ziehe keine 4000 DM ein. Dafür bin ich nicht im Gefängnis, sondern kurze Zeit später wieder mobilfunkmäßig angeschlossen.

Und die Suchaktion von vor 3 Tagen war doch zu etwas Nütze 😉

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