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Tlalpujahua – zwischen Schmetterlingen und Weihnachtskugeln

Dieses WE fahren wir spontan nach Michoacan, genauer gesagt nach Tlalpujahua (wie auch immer man diesen Ort ausspricht…🤔).

Meine Freundin Idalia hat gefragt, ob wir Lust haben mitzukommen ein Naturschauspiel der besonderen Art zu erleben – die Monarchfalter (monarcas) in Mexiko. Wir haben spontan zugesagt!

Die zarten Wesen kommen jedes Jahr gegen Ende Oktober den weiten Weg von Kanada geflogen, um ihren Winterschlaf hier in Mexiko zu halten, ihre Eier zu legen und „Familie“ zu gründen. 😉 Warum sie das genau hier tun und rund 4000 km Flug auf sich nehmen bleibt nach wir vor ein Rätsel. Genauso wie die Frage, wieso die Schmetterlinge über Generationen hinweg die Flugroute kennen…

Da die monarcas  i.d.R. nur vormittags fliegend zu sehen sind und das auch nur bei warmen Temperaturen, sitzen wir – nach ausgiebigem Studieren der Wettervorhersagen – Samstag morgen um 6:00h im Auto, um in Richtung Süden des Landes zu fahren. Etwa 4 Autostunden liegen vor uns. An einer Tankstellen treffen wir uns mit den anderen um in Kolonne in die etwas „unsichere“ Region Michoacan zu fahren.

Wir haben Glück. Das Wetter vor Ort ist zwar frisch, aber sonnig. Auf jeden Fall warm genug für die zarten Tierchen.  Bereits am Eingang des Naturschutzreservats werden wir mit „Daumen hoch“ begrüßt.

Insofern geht’s zu Fuß bzw. per Pferd den Berg hinauf. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde sind wir gefangen – im Bann der Monarchfalter. Unmengen an Schmetterlingen flattern um uns herum – das Erlebnis raubt uns den Atmen. Es herrscht Stille im Wald und man hört lediglich die schnellen Flügelschläge der orange-braunen Wesen.

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img_7041ein Monarchfalter ruht sich aus

Selbst die Kinder stehen vor Faszination still.

img_7077Jayden und Noah auf den Spuren der Schmetterlinge

Traubenförmige Ansammlungen der Tiere hängen an den Bäumen. Einfach faszinierend.

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Nach ein paar Stunden in einer anderen Welt machen wir uns wieder an den Abstieg. Frank und Noah per Pferd, Jonathan und ich zu Fuß. Auch die anderen Familien teilen sich auf.

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Im Tal angekommen finden wir ein hübsches Plätzchen, essen Quesadillas, Mole und andere Leckereien. Während sich die Kinder im Wald mal wieder so richtig austoben können und voller Begeisterung eine Hütte bauen, genießen wir die Sonne, das Bier und die Leichtigkeit des Lebens. Die Eindrücke müssen erst einmal verarbeitet werden. Sooooo viele Schmetterlinge auf einmal zu erleben, ist definitiv etwas Besonderes.

img_7141Die Hütte mit Feuerstelle ist fast fertig. Noah, Jonathan, Chiara Maria und Jayden sind stolz auf ihr Werk

Als die Sonne am Horizont verschwindet machen wir uns auf in Richtung Hotel.

img_7146Idalia, Annett, ich und  Ivet (v.l.n.r.) beim Frühstückssnack

img_7148Ralf, Maik, Jesus und Frank (v.ln.r.) genießen die Morgensonne

Für den nächsten Tag steht Shopping auf dem Programm. Was kaum einer weiß ist, dass dieses winzige Dorf Tlalpujahua der Ursprung 100000000000 Weihnachtskugeln ist.

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So reihen sich kleine und große Läden aneinander ausgestattet mit klassischen, schicken, bunten und natürlich auch kitschigen Weihnachtskugeln.

Die Auswahl ist riesig und die Preise kaum zu glauben. Handeln mag man da definitiv nicht mehr.

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Selbst Jonathan ist so begeistert von den bunten Kugeln, dass er spontan 80 Pesos seines Taschengeldes für fröhlich bunte Glasbläserkunst ausgibt. Schließlich muss sein Zimmer ja auch mal dekoriert werden…☺️

img_7182Mittagspause muss sein

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Fazit:

Ein tolles WE für die ganze Familie! Erholung pur – trotz 8 Std. Autofahrt! 👍

 

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