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Costa Rica – Urlaub mit Überraschungen

20.3. – 4.4.. 2016

Man muss die Ferien nehmen wie sie kommen. Gerade mal 2,5 Wochen nach unserer Ankunft in León beginnen hier die Osterferien. Also packen wir (mal wieder) die Koffer und fliegen für 2 Wochen nach Costa Rica. Familienzeit! 🙂

Zwar suchen zuhause die Möbel noch ihre richtige Position, Bilder ihren passenden Platz und der ein oder andere geduldige Karton wartet darauf ausgepackt zu werden, doch wir haben uns für die Variante „Alles liegenlassen und los-Urlaub“ entschieden.

Um diesen Beitrag nicht zu lang(weilig) werden zu lassen, hier nun die Highlights & Lowlights unserer Reise 😉

 

Highlights:

21.3.

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Heute fahren wir in den Regenwald. Insgesamt sind wir fast 3h unterwegs, passieren 16 Hängebrücken, sehen Schlangen, Vögel, Echsen, Termiten und was sonst noch alles so „kreucht und fleucht“. Dank unseres privaten Guides Marvin wird diese Tour zu einem unvergesslichlichen Erlebnis. Wir sind uns einig: Das war toll!

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P1030851Siehst Du die kleine Echse?

Auf dem Rückweg machen wir noch einen STOP und entscheiden uns kurzerhand zu einer kleinen Wanderung (Lava Trail) am Fuße des Vulkans Arenal. Hier sind wir vollkommen allein, geniessen die Ruhe, den „Aufstieg“ und vor allem den Anblick!

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Dieses Foto hat Jonathan gemacht! Ich finde er hat unsere Stimmung super eingefangen.

 

22.3.

Heute wird entspannt! Wir verbringen einen ganzen Tag in den heißen Quellen des Vulkans Arenal. Herrlich! Jonathan und Noah sind begeistert. Den ganzen Tag im Wasser zu verbringen und zwischendurch noch wilde Wasserrutschen runterdüsen macht beide glücklich. Ein Besuch in den Baldi Hot Springs ist definitiv einen Urlaubstag wert!

 

23.3.

Heute fahren wir weiter in Richtung Meer. Genauer gesagt zum Pacific an den Playa Garza. Laut booking.com wartet ein individuelles und etwas netteres Hotel mit Flair auf uns. Fußläufig zum Strand. Die Bilder im Netz sehen vielversprechend aus.

Das ist nun unser spartanisches Heim:

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Ehrlich gesagt haben wir uns etwas mehr Komfort vorgestellt. Aber die Entfernung zum  Strand stimmt!

IMG_0047Blick von unserer Veranda

Der Strand, der quasi direkt vor der Nase liegt entschädigt definitiv für die Enttäuschung über die Unterkunft! Er ist super. Hier kann man entspannen. Quasi leer und nur mit ein paar freundlichen angenehmen Menschen, vorzugsweise Familien , besiedelt geniessen wir die Sonne und das Meer. Herrlich! Das Wasser hat eine perfekte Temperatur. Erfrischend, aber man kann stundenlang drin bleiben ohne zu frieren. Die Wellen sind toll , so dass Frank am 2. Tag zwei Bodyboards für uns kauft! Die Jagd auf die richtige Welle macht irre Spaß und so können wir uns alle stundenlang an Strand & Meer erfreuen. Denn auch Palmen bieten genügend Schatten am Strand.

Leider nimmt der Ärger über die Unterkunft kein Ende.

Auf Dauer macht es auf jedenfalls  keinen Spaß hier zu wohnen. Es ist zu dreckig und die Funktionalität von Bad und Küche ist extrem eingeschränkt…

Das italienische Essen allerdings, das Juri – der Besitzer des „kleinen Paradieses mit Restaurant“ –  zaubert ist suuuuper! Insofern erfreuen wir uns an leckerer Pizza, gutem Fisch und Pasta mit Pesto, während wir hin- und her überlegen ob wir wie geplant 9 Tage hier bleiben oder unsere „Zelte“ abbrechen…

 

Ostersonntag:

Entscheidung gefallen! Wir brechen ab und ziehen weiter in Richtung Norden zum Playa Junquillal.

In der Guacamaya Lodge finden wir ein neues Zuhause.

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Hier turnen direkt vor unseren Nasen Brüllaffen durch die Bäume. Leguane klettern über Stock und Stein, ganz zu schweigen von den vielen Geckos. Natürlich sucht uns auch das ein oder andere Insekt auf….

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Auf jeden Fall fühlen wir uns hier wohl!

Nur etwa 10 Autominuten entfernt macht Frank einen tollen Aussichtspunkt aus. Hier genießen wir den Sonnenuntergang und bestaunen die Kraft des Meeres.

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31.3.

Als Noah und ich am Nachmittag in den Swimmingpool hüpfen, bekommen wir vom Kellner aus unserer Lodge den Hinweis, dass in der benachbarten Schildkrötenaufzuchtstation gerade wieder Schildkröten geschlüpft sind, die gleich (in etwa 1 Std.) ausgewildert werden. Das lassen wir uns nicht 2x sagen. Ruckzuck sind wir wieder draußen aus dem Wasser und machen uns auf den Weg in Richtung „estación de tortugas „. Eine lokale Initiative die komplett durch Spenden finanziert wird und sich durch freiwillige Helfer (Volunteers), die selber dafür bezahlen dort für eine geraume Zeit arbeiten und wohnen zu dürfen, organisiert!

7 verschiedene Schildkrötenarten leben rundum Costa Rica und legen ihre Eier an verschiedenen Strandabschnitten zur Brut ab.

In einem anschaulichen Video erfahren wir mehr über die zunehmenden äußeren Gefahren für das (Über-)Leben und die Vermehrung der Schildkröten, sowie die Tücken bei der Schildkrötenrettung!  Später dürfen Noah und ich tatsächlich mit an den Strand gehen und die in der Rettungsstation frisch geschlüpften Schildkrötenbabys freilassen.

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Uns wird genau gezeigt, wie wir die kleinen Wesen anfassen müssen und auf den richtigen Weg ins Meer bringen – ohne sie dabei zu irritieren!

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Wir sind begeistert! Ein Naturschauspiel – und wir dürfen live dabei sein!

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01.04.2016

Heute machen eine Bootstrip. Früh morgens um 7h starten wir, fahren  2 Std. mit dem Auto über holprige Straßen um pünktlich um 9h einen Bootstrip auf dem Fluss zu machen, Natürlich in der Hoffnung viele Tiere zu Gesicht zu bekommen. Diese Hoffnung wird mehr als erfüllt! Noch nie habe ich soooo viele aktive Krokodile gesehen.  Es ist unglaublich. Für die Kinder ein Wahnsinnserlebnis. Ausserdem Affen, Leguane, Vögel, Fledermäuse,… Super!!

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Aber was wäre ein richtiger Urlaub ohne Lowlights? 😉

Hier die Lowlights (in der Reihenfolge des Auftretens):

  1. die Unterkunft am Playa Garza ist ganz schön enttäuschend. Auch wenn wir es „basic“ mögen… Wasser gibt es nur sporadisch. Wenn es dann mal da ist, muss ich in der Dusche hüpfen um einen Tropfen zu erwischen. An Haarewaschen ist definitiv gar nicht zu denken! Die Klospülung tut’s – mal ganz davon abgesehen, dass zu 80% kein Wasser vorhanden- auch nur sporadisch oder mit händischer Nachhilfe im Spülkasten.

Den einen Tag kommt mir nichts dir nichts die Lampe von der Decke und den anderen Tag hat Jonathan den Wasserhahn in der Hand, als er ihn in der Hoffnung auf Wasser aufdreht. Zum Glück ist kein Wasser da. Eine Überschwemmung gibt’s daher nicht 😉

  1. Jonathan ereilt gleich eine Doppelinfektion am linken Ohr. Eine leichte Mittelohrentzündung und eine heftige Aussenohrentzündung. Das Ohr ist mega empfindlich und Jonathan hat starke Schmerzen. Durch das viele Baden+ Tauchen im Meer bei kräftiger Brandung sind die Ohren scheinbar ordentlich strapaziert worden…Zum Glück gibt’s „in der Nähe“ (ca. 45 Autominuten entfernt) eine nette und kompetente Ärztin, die ihn gut versorgt. Aber ohne Antibiotika geht’s leider nicht. Ab sofort, ist Tauchen verboten und nur noch Schwimmen mit Kopf über Wasser angesagt…
3. Die lieben Mücken treiben ihr Unwesen. Vor allem auf Noah haben sie es abgesehen. Als Noah auf der Schaukel sitzt, sehe ich gerade noch DIE Mücke auf seinem Augenlid sitzen und verscheuche sie schnell. Doch am nächsten Morgen zeigt sich, sie hatte schon zugeschlagen 🙁
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4. In der Nacht zum 1. April werden wir von Einbrechern heimgesucht. Früh morgens klingelt mein Wecker. Wir wollen einen Ausflug machen. Eine Bootstour auf dem Fluss … früh am Morgen sieht man dort am meisten Tiere. „Komisch“ denke ich als ich aus dem Schlafzimmer komme. „Warum steht denn die Haustür auf? Ist Frank schon wach und hat gepackt?“ Mein Rucksack, den ich am Abend vorher schon vorbereitet habe, liegt draußen vor dem Auto. Und Franks auch. Ein genauer Blick auf die Rucksäcke und ich weiß Bescheid! Diebe!

1 iPad, 2 Paar Kopfhörer, 1 UEBoom, 1 Ehering (Franks ?) ,Bargeld (mex. Pesos), 1 Kinderrucksack und 1 Taschenlampe sind weg. Glücklicherweise sind noch alle Karten und Ausweise im Portemonnaie. Insofern wird sich wenigstens die Rennerei nach neuen Dokumenten in Grenzen halten. Und unsere Handys lagen glücklicherweise zum Aufladen neben dem Bett.

Abgesehen vom materiellem Verlust geht’s uns aber gut. Wir nehmen’s erstmal gelassen. Es hätte schlimmer kommen können. Unsere Kreditkarten und Ausweise sind zum Glück noch da und wir haben alle tief und fest geschlafen und keinen psychischen Schaden davongetragen 😉

Mein Taufspruch lautet: „Euer Herz soll sich freuen und Eure Freude soll niemand von Euch nehmen“ (Joh 16,22). Getreu diesem Motto haben wir dann auch – wie geplant – unsere Bootstour gemacht und es war ein unvergesslich schöner Tag! 🙂

 

Resümee:

Costa Rica ist ein tolles Land! Landschaftlich bunt und abwechslungsreich. Das Meer (Pacific) ist wild, schön und angenehm erfrischend.

Auf die Lowlights dieses Urlaubs hätten wir getrost verzichten können. Trotzdem hatten wir eine gute Zeit und die Highlights bleiben hoffentlich lange in Erinnerung.

Es gibt definitiv noch viel zu entdecken in Costa Rica.

Wir kommen bestimmt wieder!

2 Gedanken zu „Costa Rica – Urlaub mit Überraschungen“

  1. Hallo Ihr vier,

    ich hoffe, dass Euch vor allem die vielen schönen Erlebnisse mit Urwald, den vielen Tieren und dem Pazifik in Erinnerung bleiben!!
    Das Lesen Deines Blogs lässt immer wieder so viele und schöne Erinnerungen an unsere Zeit in Mexico und Costa Rica hochkommen, ist so vertraut. Danke!

    1. Liebe Birgit,
      wie schön, von Euch zu hören/lesen! Ist unsere Karte aus Costa Rica eigentlich bei Euch angekommen? Jonathan und Noah war es sehr wichtig an Nikolai und Simon zu schreiben. Schließlich waren wir auf Euren Fährten unterwegs 😉
      LG, Dorte

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