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Käfer-Käfer-Käfer

Ich bin kein Autofreak. Mehr noch, normalerweise bin ich froh, wenn ich auf dem Parkplatz nach dem Einkauf auf das richtige Auto zusteuere. Gerade hier im Norden von León, wo viele gut betuchte Mexikaner leben, sieht gefühlt jedes Auto aus wie das andere. Auf den Straßen und Parkplätzen reihen sich SUVs in unterschiedlicher Größe und Fabrikat aber ähnlichen Farben ( vornehmlich Weiß, Sand, Silber) und Design aneinander.

Da stechen mir die fröhlich-bunten, mir seit meiner frühesten Kindheit bekannten, VW-Käfer natürlich positiv ins Auge. Es wimmelt nur so von ihnen auf den Straßen. Von total gepflegt und auf Hochglanz poliert bis super abgeranzt ist alles dabei.

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„Warum gibt es hier soviele Käfer?“ frag ich mich. Die Antwort ist schnell gefunden. Hier in Mexiko wurden Käfer viel länger gebaut als in Deutschland. Während in Deutschland Anfang 1978 die letzten Käfer vom Band liefen, produzierte VW das kleine Gefährt in Mexiko bis zum Jahre 2003. Und da es hier weder TÜV noch viel Regen gibt, der den Wagen rosten lässt, steht einer langen Fahrbarkeit /(Über)Lebenszeit des Autos scheinbar nicht so viel im Wege…

Zu meiner großen Freude!!!

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Auch Noah teilt meine Freude an den kleinen, lustigen, oft schrottigen Autos. Seit ich den Kindern vor ein paar Wochen erklärt habe, was es mit den Käfern so auf sich hat, ist Noah zu einem Käfer-Experten mutiert. Jede Autofahrt ist nun ein aufmerksames Sichten nach Käfern. „Mama, guck mal, da ist ein grüner alter Käfer“. “ Mama, siehst du da den ollen blauen Käfer?“ „Maaaaama, hast du den leuchtenden gelben Käfer dahinten gesehen?“ oder aber auch „Mama, da ist schon wieder ein hellblauer Käfer“. „Mama, guck mal, der weiße schrottige Käfer steht da immer noch. Warum steht der da immer noch?“

Es wird also nie mehr langweilig beim Autofahren 🙂

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