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Ein lustiger Sonntag – Kermés

17.04.2016

Ich habe ja bereits berichtet, dass sich schnell herauskristallisiert hat, das hier einfach gerne gefeiert wird. Wenn es keinen besonderen Anlass gibt, dann wird eben einer geschaffen.

So auch an diesem Wochenende.

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Die Schule/Kita (Humane) hat eine Kermés organisiert. (als geborenes „Nüsser Kind“ kam bei mir natürlich sofort die Assoziation zur Kirmes, und tatsächlich gibt es eine gewisse Ähnlichkeit!).

Schon 2 Wochen vor Kermés-Termin wurden wir Mamás per Whatsapp-Mama-Chat (ein Beitritt in diesem Chat ist übrigens essentiell, wenn nicht sogar überlebenswichtig!!) aufgefordert pro Kind jeweils 10 ausgeblasene Eier, mit Mehl gefüllt, in die Schule mitzubringen. Für Kermés. Aaaaah! Was ist das? Und wie kriegt man sowas hin? Schweißgebadet überlege ich bereits eine kreative Technik und kaufe reichlich Eier. Zum Glück noch nicht gestartet, erfahre ich (ebenfalls per Mama-Chat) dass es die Mehl-Eier hier auch irgendwo fertig zu kaufen gibt. Und bunt bemalt dazu! Puhhh! Erleichterung tritt bei mir ein.

Wie ich später erfahre ist das gegenseitige Bewerfen mit Mehl oder Konfetti gefüllten Eiern mehr oder weniger ein Standardprogramm auf jeder Kermés oder sonstigen Familienbelustigungsparty…

Also zurück zum eigentlichen Kermésbericht:

Start der Kermés de la Amistad Humane ist 13h. Das ganze Spektakel findet auf einem Platz nicht weit der Schule statt. (eigentlich muss man die Straße nur ein paar Kilometer weiterfahren und dann rechts abbiegen – trotzdem kann man sich verfahren 😉 Die Beschreibung/Beschilderung ist einfach nicht „deutschtauglich“ ;-))

Ein staubiges Gelände, mit einem kleinen Amphietheater wartet auf uns. 3 Hüpfburgen, Ponyreiten, Rodeoreiten und diverse Stände mit lustig-bemalten „Mehl-Eiern“ , bunten Wasserbomben, und traditionellem Spielangebot sind auf dem Platz davor aufgebaut. Außerdem gibt es natürlich diverse Stände mit unterschiedlichsten Angeboten an mexikanischen Köstlichkeiten.

Es herrscht bereits ein buntes Treiben, als wir um ca. 13:45h ankommen.

Um 14:30 startet die erste Runde der „Show de Talentos“ an der auch Jonathan und Noah mit ihren Gruppen teilnehmen. Dafür wurde in der zurückliegenden Woche in der Schule/Kita ordentlich geprobt. Aufgrund der noch vorhandenen sprachlichen Barriere haben aber weder Jonathan noch Noah gecheckt, dass sie heute einen Auftritt haben. So fällt auch Noah in eine gewisse Schockstarre als er mit seiner Gruppe (The happy little pony spider Team) gleich zu Beginn als 3. Beitrag  das Amphietheater betritt und zu dem Lied „Happy“ tanzen soll! Während sich sämtliche Erzieher zum Affen machen, um die Kinder zum Tanzen zu animieren, steht Noah wie angewurzelt neben seinen fröhlich hüpfenden Freunden, seinen trotzigem Blick nach unten gerichtet und scheint zu denken: „Was wollt Ihr eigentlich von mir??“

Jonathans Auftritt kommt erst in der 2. Runde um halb fünf. Ich bin erstaunt wie selbstbewusst Jonathan als Teil seiner Gruppe auf die Bühne stiefelt. Als die „Los 8 fantasticos “ haben sie zu dem Lied „Sorry“ eine kleine Choreographie einstudiert und geben ihr Bestes. Jonathan mittendrin und voll dabei. Das habe ich so – ehrlich gesagt- noch nicht erlebt.

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Es herrscht eine fröhliche ausgelassene Stimmung, frei nach dem Motto „Dabei sein ist alles.“

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Zwischendurch futtern wir mexikanische Köstlichkeiten, wie z.B. Enchilladas, Quesadillas, Chips mit diversen Salsasaucen und Dorilocos.

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Ich lerne interessante, typisch mexikanische Kombinationen aus Chips, Salat, und scharfen Saucen kennen! Die Dorilocos haben es mir besonders angetan: eine kleine Tüte „Dorito-Chips“ wird seitlich geöffnet je nach Wunsch mit Salat, Zwiebeln, Tomaten , Erdnüssen und anderen Zutaten aufgefüllt. Eine scharfe Salsa-Sause drüber und fertig ist der Snack. Vor dem Essen wird alles gut in der Tüte vermischt und der Inhalt zercruncht (einfach Tüte zuhalten und drauf rumquetschen) Gegessen wird dann mit einem Löffel direkt aus der Tüte! Ich find’s super!

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Während wir vornehmlich essen, sind die Kinder auf den Hüpfburgen unterwegs! Überhaupt muss man sagen, dass Hüpfburgen ganz hoch im Kurs sind! Es gibt eigentlich keine Veranstaltung, an der nicht mindestens eine Hüpfburg die Veranstaltung ziert. Es wird gehüpft und getobt und ich wundere mich, dass keine Unfälle passieren.

Außerdem hat Jonathan die Mehleier entdeckt. Nun ist kein Halten mehr. Die Schlacht ist im Gange.

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Auch ich werde Opfer einer Mehlbombe. Rechts hinten im Bild siehst Du die freundliche Angreiferin!

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Ein schöner Tag geht zu Ende. Wir haben viel gelacht und jede Menge Mexiko kennengelernt! Da sind wir uns einig!

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