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Muttertag – eine andere Art zu feiern

Muttertag ist in Mexiko fast so wichtig wie Weihnachten und Ostern zusammen!! Er ist immer am 10. Mai und wird fett gefeiert. Und nicht nur der Tag an sich wird gefeiert. Bereits eine Woche vorher gibt es Veranstaltungen, die dem Muttertag gewidmet sind. So werden wir Mütter der 1. Klasse (Taller 1A) schon für Donnerstag, den 5. Mai in die Schule eingeladen mit dem Hinweis , dass unsere Kinder eine Überraschung für uns vorbereitet haben. Zum Muttertag. Wir werden gebeten „ropa comodo“ zu tragen, eine Yogamatte und ein Kissen mitzubringen. Pünktlich um 9:15h gibt’s dann eine Meditationsstunde für uns im Klassenzimmer. Anschließend werde wir von unseren Kindern mit einem Igelball massiert. Ich liege also bäuchlings auf einer Yogamatte im Klassenzimmer und werde von Jonathan am Rücken massiert. Ist das zu fassen? Danach gibts noch eine Kopfmassage (zur „Freude“ der Damen mit aufwendigen Frisuren ;-)). Zur Stärkung serviert Jonathan mir hinterher mit einem Tablett bewaffnet ein Müslifrühstück mit frischem Obst, Saft, Kaffee und Plätzchen. Danach erhalte ich dann noch ein Hand-Peeling von Jonathan mit einem Fruchtöl meiner Wahl und Meersalz! Unglaublich! Jonathan macht das richtig gut! Aber komisch ist es trotzdem irgendwie.  Und etwas peinlich ist Jonathan die ganze Angelegenheit ebenfalls. Ich soll es lieber niemandem erzählen… (also vergesst schnell, was Ihr gerade gelesen habt 😉 )

IMG_0803 Nach meiner Wellnessbehandlung…

Bevor ich dann nach Hause gehe erhalte ich noch etwas Selbstgebasteltes mit der Aufschrift „Mamá , te quiero mucho“ (Mama, ich liebe Dich sehr). Ich frage „Weißt du, was das heißt?“. Fragezeichen stehen in seinen Augen. „Das mussten wir von der Tafel abschreiben.“

Aaaaha! 😉

Und weil’s so schön ist, fällt morgen ganz spontan auch die Schule aus. Besonders für berufstätige Mütter eine Freude! Sie müssen nun schnell den nächsten Tag für Ihre Kiddis organisieren! Happy Mothers Day! 🙂 …

Da ich aber ja gerade nicht arbeite, freue ich mich einfach am nächsten Tag ausschlafen zu können.

Am Sonntag im Gottesdienst gibt’s Nagellack und Taschentücher für die Mütter, sowie ein Stoffrose zum Anstecken.

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El dia de las madres ist in aller Munde. Die Predigt logischerweise entsprechend ausgerichtet. Und natürlich basteln auch hier die Kinder für ihre Mütter.

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IMG_0840Ich freue mich über so viele Zuwendungen!

Montag erhalte ich wieder ein Geschenk von Jonathan. Diesmal im Englischunterricht gebastelt und beschriftet. „I love you“ steht schön geschrieben vorne drauf. „Was heisst das?“ frage ich wieder. Die Anwort: „Musste ich auch von der Tafel abschreiben“ 😉

Am Dienstag, dem eigentlichen Muttertag, erhalte ich in der Warteschlange vor der Schule beim Abholen der Kinder eine Rose samt Karte vom Schuldirektor höchst persönlich. Er geht tatsächlich von Auto zu Auto und überreicht jeder Mutter eine Rose und wünscht ihr „Felizidades“ . Kein Mann in Deutschland würde sich dazu herablassen, oder?

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Auch wenn ich persönlich keinen so großen Wert auf solche Aktionen lege, finde ich es toll, wieviel Wertschätzung den Müttern entgegengebracht wird. Es ist einfach eine Haltung die rüberkommt. Und da diese wertschätzende Haltung auch im Alltag gelebt wird, gefällt mir das Ganze irgendwie.

Interessant finde ich auch, dass sich die Mütter gegenseitig beglückwünschen. Der Mama-Chat quillt nur so über von guten Wünschen und Bildern zum Muttertag! Hier nur zwei Auszüge der guten WhatsApp Nachrichten:

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Am Donnerstag, 12.5. kommt dann das nächste Verwöhnprogramm. Noahs Gruppe lädt ein! Auch hier die Ansage „ropa comodo“ und ein Kissen mitbringen.

9:20h. Ich bin ein bisschen spät dran. Die anderen Mütter sitzen schon im Kreis auf ihren Kissen im Bewegungsraum. Dieser ist extra für Muttertag hergerichtet.

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Wir machen eine Yogaeinheit (in diesem Fall ohne Kinder) . Anschließend sollen wir uns selber einen Brief aus der Vergangenheit schreiben, der uns ermuntern und Kraft schenken soll. Es folgt eine weitere Yogaeinheit. Gegen Ende werden wir dann von unseren Kindern mit einem Geschenk überrascht. Ganz süß. Die Kinder kommen nach und nach rein, gehen zu ihren Müttern, kuscheln und überreichen ihr Geschenk (handgemachte Seife). Da fließen die Tränen in Strömen!!

(die mexikanischen Mütter sind definitiv seeeehr emotional. Dagegen bin ich ein wahrer Felsen. Urgh..)

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Eine Glückswoche für die Mama geht zu Ende.

Ach ja, als Nächstes feiern wir den „Dia del maestro“ – also den Tag des Lehrers! Auch hier gibt es spontan mal wieder schulfrei….

 

 

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