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andere Länder – andere Gemüse

Auf meinen Urlaubsreisen durch die Welt, fand ich es immer schon spannend, durch die Supermärkte zu tingeln und fremde Gemüse- und Obstsorten zu entdecken. Oder mir bekannte Naturprodukte zu probieren und festzustellen, dass sie komplett anders (und meist viel besser) schmecken als in Deutschland.

So geht es mir hier zum Beispiel mit Mangos und Avocados. Wo es in Hamburg doch meist eher Glückssache ist eine gutschmeckende Mango oder Avocado im richtigen Reifestadium zu erwischen, ist es hier eine Leichtigkeit leckere Früchte zu kaufen. Der Supermarkt ist somit ein wahres Gaumen- und Vitaminparadies und plötzlich essen auch die Kinder lieber Mangos als Schokolade! (was aber auch an der zumeist ungenießbaren mexikanischen Schoki liegt 😉 )

Es macht immer wieder Spaß durch die Supermärkte zu gehen und neue Gemüsesorten zu sehen und oftmals frage ich mich dann natürlich: „Was ist denn das? Und was macht man damit?“

Inzwischen habe ich meine Hemmungen abgelegt und spreche einfach die Mitarbeiter im Supermarkt an. Ich habe festgestellt, dass sie sich total darüber freuen mir Auskunft zu geben. Sie schätzen mein Interesse an der mexikanischen Küche bzw. an einheimischen Gemüsesorten. Oftmals sind sie aber auch erstaunt, wenn ich erzähle, dass man die Gemüse- oder Obstsorten nicht so einfach in Deutschland kaufen kann oder dass ich sie gar nicht kenne.

Hier ein paar Beispiele von Gemüsen, die ich super finde und die eine echte Bereicherung für mich sind:

Jicama:

IMG_2462Die Jicama ist eine Wurzelknolle und ähnelt ein bisschen einer Kohlrabi oder einem Rettich. Sie wird hier gerne als Zwischensnack am Nachmittag serviert. Geschält und in Streifen geschnitten wird sie mit dem Saft frischgepresster Limetten beträufelt und mit Chilipulver bestreut. Super lecker und gesund.

Meine Lieblingsvariante der Jicama geht so (echt mexikanisch und suuuuper lecker!!! Dieser Snack fehlt mir jetzt schon, wenn wir wieder in Deutschland sind.):

Man nehme einen großen Plastikbecher, fülle ihn etwa bis zur Hälfte mit kleinen gewürfelten Jicama-Stücken, packe Cacahuete Japones (ummantelte Erdnüsse) dazu, den Saft einer Limette, Chilipulver, etwas Salz, geriebenen Käse und zu guter Letzt Chamoy Sauce!

Das ganze wird dann schön vermengt und mit einem Löffel gegessen! Der Hammer!! Wer mich hier besuchen kommt, wird eine Kostprobe erhalten! 🙂

Nopal:

IMG_0392 (2)Die Nopalblätter des Feigenkaktus werden in gekochter Form meist als Beilagengemüse serviert. Ich finde sie richtig lecker und habe mir sagen lassen, dass sie sehr gesund sein sollen. Die Mexikaner verwenden Nopal auch als Naturarznei und angeblich soll sie den Magen-Darm-Trackt „reinigen“ (was auch immer das heißt ?? 😉 ) und auch Blutzucker und Cholesterin senken… Für mich steht aber der Geschmack im Vordergrund. Ich finde die Blätter einfach lecker und sie haben gekocht eine tolle Konsistenz.

Tuna:

IMG_2653 Die Tuna gibt es in der Version Tuna roja oder Tuna blanca. Im Deutschen spricht man wohl von der Kaktusfeige. Es handelt sich um die Frucht der Opunia. Man schneidet sie auf und isst das Fruchtfleisch samt Kernen. Ich habe bislang nur die Tuna blanca, also die Frucht mit dem weißen Fruchtfleisch probiert. Jonathan hat auch schon die rote Version gegessen. Er findet die weiße leckerer.

IMG_2655Das Fruchtfleisch schmeckt süß-säuerlich. Der Geschmack gefällt mir gut. Was mich ein bisschen stört sind die doch recht robusten Kerne, von denen verhältnismäßig viele im Fruchtfleisch enthalten sind. Man muss ordentlich kauen und mich stört, dass die Kerne bei mir zwischen den Zähnen hängenbleiben. Insofern esse ich nur ab und zu diese leckere Frucht.

Chayote:

IMG_2465 Die Chayote ist meine Geheimwaffe! Dieses Gemüse macht jeden Gemüseeintopf zu einer Lieblingsspeise meiner Kinder! Das ist total cool!

Die Chayote muss gekocht verzehrt werden, hat einen süßlichen Geschmack und soll jede Menge Vitamin C enthalten. Wenn ich einen Eintopf mache, packe ich einfach eine Chayote in kleine Stücke geschnitten mit hinein und der Eintopf bekommt eine besonders leckere Note. Wie gesagt, seither schreien Jonathan und Noah im Chor „Wir möchten heute Kartoffelsuppe essen!!“ 🙂

 

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